RPG-Blog-O-Quest #025: Finsteres & Finsterlinge

Die Fragen für diesen Monat drehen sich um das Thema Finsteres & Finsterlinge und kommen von Nerd-Gedanken.

1. Was war die bösartigste Intrige gegen die Heldengruppe Deines Charakters/Deinen Charakter, die Du bisher im Spiel erlebt hast – und wie ging die Sache aus?

Ich glaube das war noch zu Shadowrun 4 Zeiten, im guten alten RRP in der ADL. Auf uns Spielern war, aus den unterschiedlichsten Gründen, eine NSC-Gruppierung ziemlich wütend. Jedes Mitglied verfolgte zum einen seine eigenen Pläne und Interessen, aber ihr gemeinsames Ziel waren unsere SC’s. Einer der NSC’s war sehr begabt Verkleidungsspezialist mit Adeptenkräften wie Gesichtsformung usw. Während unsere Gruppe außer Gefecht gesetzt wurde, rannte dieser NSC durch die Gegend und versuchte gezielt unsere Verbündeten, Connections und die Öffentlichkeit gegen uns aufzubringen. Wie zum Beispiel ein Mord vor laufenden Kameras, oder einen Anschlag auf unseren Auftraggeber Brackhaus, oder aber die gesamte Yakuza des RRP gegen uns zu stellen (Was eher aus der Gesamtsituation und unseren Reaktionen geschah, als nur aktiv durch den NSC allein. Immer noch beste Szene ever die ich erlebt habe in SR).
Natürlich konnten wir die Situation „heldenhaft“ klären. Wir spürten den NSC auf und verhörten ihn. Am Ende hatten wir eine Aufzeichnung mit der wir einige Sachen klären und unseren Namen wieder reinwaschen konnten.

2. Gefährliche Augenblicke bei Rollenspielszenen wollen passend untermalt werden. Was bringt Dich in Spannungs-Stimmung, wenn Du Spieler bist? Welche spielexternen Mittel nutzt Du als Spielleiter, um deine Spieler das Fürchten zu lehren?

Als Spieler kommt für mich die Spannung von der Art und Weise wie der SL die Szenen beschreibt und wie sehr diese ausgeschmückt sind um diese Immersion in mir zu wecken. Als SL nutze ich keine externen Hilfsmittel, da fürchten sich die Spieler schon genug vor meinen Gemeinheiten, die ich für sie auf Lager habe ;-).

3. Hast Du schon einmal einen Charakter in einer ‚böse‘ gesinnten Heldengruppe gespielt? Wenn ja, wie erfolgreich waren die Heldencharaktere beim Lösen ihrer Aufgaben? Wenn nein, hättest Du Lust, es auszuprobieren? Wenn Du keine Lust darauf hast, wieso nicht?

Das ist Betrachtungssache. Im Grunde sind alle Shadowrunner „böse“, wenn man es mit moralischen Standards betrachtet. Wenn ich nach den Alignments in D&D, oder Pathfinder gehe, dann ist die Antwort Nein. Lust und Laune hab ich jedenfalls dazu und ich glaube ich habe für Pathfinder sogar ein komplette Kampagne in der die Helden die Bösen spielen.

4. Was macht Deiner Meinung nach einen gelungenen, schurkischen Bossgegner aus, damit er mehr als gesichtslose Metzelmasse mit vielen Lebenspunkten ist?

Er sollte eine eigene Geschichte haben und aus dieser sollte sich dann seine Motivation ergeben, die ihn zu einem wirklichen Schurken machen. Ebenso sollte er einen größeren Plan verfolgen und auf die Aktionen der „Helden“ reagieren. Das wären so Dinge die ihn zu einer Persönlichkeit machen und nicht zu einer Tabelle mit Werten.

5. Welches Schurkenklischee kannst Du gar nicht leiden, wenn es Dir bei einem Plot begegnet – und warum?

Einfache, simple und stumpfe Rache. Ein Klischee welches in Film, Fernsehen und Spielen oft genug genutzt wird. Für mich steckt dahinter nichts Interessantes. Das Motiv an sich kann man auf vielfältige Weise nutzen, aber einfach nur „töte XYZ“ ist mir zu stumpf.

Bonusfrage:
Richtig düster wird es für mich beim Rollenspiel, wenn das Licht ausgeht … oder aber Knabbereien, Getränke, oder Zigaretten leer sind.

RPG-Blog-O-Quest #018: Magie und Technik

Der Monat ist schon halb rum, also Zeit sich mit den aktuellen Fragen des RPG-Blog-O-Quest zu beschäftigen. Das Thema ist in diesem Monat „Magie und Technik“.

1. Magie und Technik im selben Setting?

Das kann sehr gut funktionieren. Für mich muss der jeweilige Sachverhalt nur vernünftig erklärt werden können und sich in das Setting einfügen. So hat man bei Shadowrun die Theorie der Manazyklen und damit die Wiederkehr der Magie. In Star Wars sind es die Mediclorianer und die symbiotische Lebensweise mit diesen, die es jemanden erlauben die Macht zu nutzen. Selbst im Cthulhu-Mythos gibt es Zauber und auch Technik, die von den Mythoskreaturen verwendet werden können und mit denen man als Spieler in Berührung kommen kann. In Pathfinder geht man genau den anderen Weg. Hier ist es die Technik die sich in das Setting einpasst und mit Numeria ein eigenes Land mit Geschichte spendiert bekommen hat.

2. Ein abgestürztes UFO als Dungeon?

Klar, warum auch nicht. Es macht wahrscheinlich je Setting mehr, oder weniger Sinn in einem gelandeten/abgestürzten UFO unterwegs zu sein.

3. Hast Du schonmal einen Roboter/Droiden/Cyborg gespielt und war das wie bei jedem anderen {N}SC oder hatte das eine besondere Note?

Nein.

Dies wäre in Shadowrun auch schwierig, da man als Cyborg ziemliche geistige Probleme hat und dauerhaft auf Wartung von spezialisierten Personal angewiesen ist, mal ganz von den Kosten für die ganze Cyberware abgesehen und das man sich im Besitz eines Konzerns befindet.

Ich glaube Pathfinder bietet auch die Möglichkeit einen Androiden/Roboter als Rasse zu spielen. Dazu bin ich aber auch noch nicht gekommen es aus zu probieren.

4. Was hältst Du von einem Ansatz wie bei Numenera, wo Technik zur Magie wird?

Den Weg den Numenera geht ist durchaus interessant. Es spielt mit dem Faktor Zeit und dem Entdecken von längst vergangenen hoch technisierten Dingen. Wenn wir mit unserer heutigen Technik einige Jahrhunderte zurückreisen würden, dann würde diese auch wie Magie erscheinen. Allerdings sehe ich beide Begriffe in Bezug auf das Rollenspiel separat und auch bei Numenera bleiben die technischen Geräte nun mal Technik.

5. Was hältst Du von Magie {PSI/die Macht} in SciFi-Settings?

Solange es sich in das Setting einpasst habe ich damit kein Problem und sehe es wie bei Star Wars mit der Macht als einen bedeutenden Spielbestandteil.

Bonusfrage: Welches war das letzte Buch, welches Dich rollenspielerisch beeinflußt hat, ohne ein Rollenspielbuch zu sein? Inwiefern hat es Dich beeinflußt?

Das war von Paolo Soleri, „Arcology: City in the Image of Man„. Es hat mich in zwei Dingen „beeinflusst“, oder eher gesagt inspiriert. Zum einen, dass ich es irgendwann nochmal schaffen wollte eine Arkologie für Shadowrun zu erschaffen. Zum anderen haben seine verschiedenen Skizzen und Ideen mir verschiedenen Ansätze zum Aussehen und groben Gliederung einer Arkologie gegeben.

Erlebnis Langzeitkampagne – Das Erwachen der Runenherrscher Teil III

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Nach der Aufklärung einer Mordserie und der Zerschlagung des Häuterkultes verbrachten die Spieler einige Tage in Magnimar. Hier rüsteten sich die Charaktere neu aus, da das Marktangebot weit aus größer war, als in Sandspitze. Eines Tages lies der Oberbürgermeister nach ihnen schicken und hatte ihnen ein Angebot zu unterbreiten. Jeder der die Kampagne noch spielen möchte, sei hier gewarnt, da es vielleicht den ein, oder anderen Spoiler geben kann.K3
Die Spieler suchten den Oberbürgermeister auf und hörten sich sein Angebot an. Dieser hatte seit Wochen keinen Besuch eines Boten aus dem entfernten Schildkrötenfähre mehr. Also sollten die Charaktere doch bitte dorthin aufbrechen und sich umsehen. Er stellte den Spielern Reittiere zur Verfügung und versorgte sie mit den wichtigsten Informationen zum Ort und der Umgebung. Die Reise war lang und blieb größtenteils ruhig. Am letzten Abend wurden sie von Xanescha und einigen Verbündeten mitten in der Nacht angegriffen. Nach einem Schlagabtausch konnte Xanescha endgültig besiegt werden. Mit diesem Erfolg im Gepäck konnte man am nächsten Tag Schildkrötenfähre erreichen. Nach dem üblichen einchecken im Wirtshaus und der Erkundung des kleinen Ortes, gab es zwei wesentliche Informationen für die Charaktere. Zum einen regnete es seit Tagen durchgängig in diesem Gebiet und zum anderen gab es einige Dorfbewohner die mit einem tätowierten siebenzackigen Stern durch die Gegend liefen.

Am nächsten Tag machten sich die Spieler auf Richtung Norden zur Rannickfeste. Auf dem Weg trafen sie auf einen Feuerfellpuma, der von einem Oger gejagt wurde. Nach einem kurzen Schlagabtausch konnte der Oger besiegt werden und die Spieler halfen dem Puma. Wie die Charaktere feststellten, war dieser Puma sehr gut ausgebildet und schien einem Druiden, oder Waldläufer zu gehören. Die Frage war nun, wo sich sein Besitzer befand. Der Puma leitete die Spieler zum Anwesen der Grauls. Die Grauls waren eine Familie von entstellten Ogerartigen und jedes Mitglied der Familie hatte eine andere körperliche Auffälligkeit. Ohne große Probleme kämpften sich die Spieler durch die Oger und befriedeten das Anwesen und befreiten nebenbei noch gefangen genommene Menschen, aus der Scheune der Grauls. Bei den Gefangenen handelte es sich um drei Mitglieder der Schwarpfeile, sie waren auch die einzigen Überlebenden der Rannickfeste, wie sie später erfuhren. Denn in den Tagen die sie auf dem Hof verbrachten, waren auch noch andere Schwarzpfeile dort. Diese wurden von den Grauls zu Tode gefoltert und verspeist, konnten den Anderen aber berichten, dass die Festung in feindliche Hand gefallen war. Die Spieler schafften die Schwarzpfeile zurück nach Schildkrötenfähre, damit sich diese erholen konnten. Ein paar Tage vergingen und sie planten zusammen mit den Überlebenden, die Rückeroberung der Rannickfeste. Man entschied sich dafür, die Festung bei Nacht über den Luftweg zu betreten. Ohne weitere Probleme schafften es die Spieler in die Festung um sich dann über einen Geheimgang Zutritt zu den untersten Ebenen der Festung zu verschaffen. Hier trafen sie gleich auf Lukrezia, die mit Hilfe der Oger die Festung erobert hatte. Nach einem längeren Kampf, konnten die Spieler Lukrezia besiegen und begannen damit die weiteren Stockwerke von den Oger zu bereinigen. Recht schnell hatten sie alle vorhandenen Gegner besiegt und konnten die Rannickfeste zurück erobern.

Nach einer Pause entschlossen sich die Charaktere zum Schädeldamm aufzubrechen und dort nach dem Rechten zu sehen. Die erste Hürde stellte ein Ettin dar, der in einer Höhle lebte, die die Charaktere durchqueren mussten. Nach einem harten Kampf konnte Fressen-und-Kauen besiegt werden. Als man den Schädeldamm dann erreichte, konnten die Spieler eine Truppe von Ogern ausmachen, die damit beschäftigt waren den Damm mit ihren Spitzhacken zu beschädigen. Auf einer Seite war ihnen bereits ein Durchbruch gelungen. Desweiteren konnten die Charaktere sehen, dass die Schleusen des Dammes geschlossen waren und sich der Stausee dahinter immer weiter mit dem Regenwasser füllte. Die Spieler zählten 2 und 2 zusammen und sie kamen auf den Plan den Lukrezia ausgeheckt hatte. Sie wollte den Staudamm zerstören, damit die dabei entstehende Flutwelle das Dorf Schildkrötenfähre mit sich riss. Kurzerhand entschlossen sich die Spieler dazu, die Oger zu töten und den Staudamm wieder zu öffnen, damit der Plan nicht in die Tat umgesetzt werden konnte. Also wurde zu den Waffen gegriffen und die spitzhackenschwingenden Oger besiegt. Auf dem Weg zum Schleusenkontrollraum wurde noch der Wächter, ein Seetroll, besiegt. Dieser war mit seinem Adamantdreizack des Rückschlags lediglich nervig, als eine Herausforderung für die Gruppe. Die letzte Herausforderung für die Spieler war das Öffnen der Schleusen und damit das gezielte Ablassen der sich angesammelten Wassermassen. Der Vorgang an sich war nicht sonderlich schwer, sondern der dort wartende Wächter. Ein antikes Konstrukt in Form eines riesigen Skorpions mit dem Namen Schädelreisser. Bei dem Kampf gegen ihn verlor der Kleriker fast seinen Kopf. Der Skorpion konnte jedoch besiegt werden, bevor er den Kopf des Klerikers seiner Sammlung hinzufügte. Mit diesem Sieg konnte die Gruppe auch noch den letzten Plan von Lukrezia vereiteln und das Dorf Schildkrötenfähre war fürs erste sicher.

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Jetzt gab es nur noch eine Frage die es zu beantworten galt, warum trauten sich die Kreeg-Oger so tief ins Tal und arbeiteten mit Lukrezia zusammen. Dies war auch der letzte Punkt den die Spieler nachgingen und somit machten sie sich auf die beschwerliche Reise zur Clanfeste der Kreeg-Oger am Großen Haken. Hier angekommen ging man offensiv gegen die noch wenigen Kreegs vor und nach 2 Kämpfen waren die Oger komplett geschlagen. In einem weiteren Höhlenabschnitt konnte ein Zirkel von Annisvetteln ausfindig gemacht werden. Die drei Schwestern waren dafür verantwortlich, dass es in den letzten Tagen nur am regnen war in der Region. Auch hier konnten die Spieler schnell ihre Gegner ausschalten und waren damit auf dem Weg zum finalen Kampf. Im Thronsaal angekommen erwartete sie kein weiterer Oger, wie sie vermuteten, sondern Barl Bruchbein, ein Steinriese. Dieser wurde ausgesandt um den Anführer des Clans zu töten und so die Herrschaft über den Clan zu übernehmen. Im finalen Kampf standen auf der einen Seite die Spieler und auf der anderen Seite Barl Bruchbein mit einem weiteren Steinriesen. Während der einzelne Steinriese dafür sorgte, dass die Charaktere auf Abstand gehalten wurden, konzentrierte sich Barl darauf gemütlich von seinem Thron seine Offensivzauber auf die Spieler zu werfen. Als seine Offensivzauber aufgebraucht waren, ging er mit seinem Erdspalter in den Nahkampf über. Der Kampf verlief bis dahin gut für die Gruppe. Der einzelne Steinriese beschäftigte die Spieler einige Zeit, war aber nach wenigen Runden besiegt. Zu diesem Zeitpunkt war Barl in den Nahkampf übergegangen und das mit verheerender Wirkung für die Spieler. Denn in den folgenden vier Kampfrunden konnte Barl jeweils einen Spieler töten und das endgültige Ergebnis war ein TPK. Im zweiten Anlauf lief es weit aus besser für die Spieler und Bruchbein und sein Steinriese konnten ohne Verluste besiegt werden. Mit ihrem Sieg konnte die Gruppe nun weitere Informationen gewinnen. Man wusste nun das die Kreegs von Barl versklavt wurden und nun wieder frei waren und in ihrer derzeitigen Verfassung keine Gefahr mehr für die Menschen darstellten. Die Steinriesen unter der Führung von Teraktinus und eines Drachen das Dorf Sandspitze angreifen wollen um etwas zu bergen und Barl dieser Gruppe mit seinen Ogern den Rückzug nach Jorgenfaust decken sollte. Und zuletzt gab es den Hinweis darauf, dass ein gewisser „M“ der Anführer der Steinriesen ist und irgend etwas plante, da er bereit war seine Truppen in Jorgenfaust zu sammeln. Damit schlossen die Spieler das dritte Kapitel ab und hatten eine Vorahnung, was sie im neuen Kapitel erwarten würde.

Das dritte Kapitel konnte viel Kampf für die Charaktere bereithalten. Beginnend mit dem Racheversuch von Xanescha, den verunstalteten Grauls, die Befreiung der Rannickfeste von den Kreeg-Ogern und dem finalen Kampf mit Barl. Was auf der Strecke blieb, waren Informationen zum Gesamtplot der Kampagne. Es wurde zwar vermittelt das fast die gesamte Dorfbevölkerung mit den siebenzackigen Stern gekennzeichnet war und Lukrezia versuchte das Dorf mit einer Springflut zu zerstören, aber der Hintergrund warum dies passierte, blieb weiterhin verborgen. Es blieben mehr Fragezeichen übrig, bzw kamen neue hinzu. Wer war „M“? Was ist Jorgenfaust? Was haben die Steinriesen vor? Was sicher war, war die Rückkehr nach Sandspitze und das nicht zum letzten mal. Insgesamt war es ein spannendes Kapitel, in denen die Spieler Entscheidungen treffen konnten, die auch Einfluss auf den Geschichtsverlauf hatten. Wenn auch nicht so groß, dass es Einfluss auf die gesamte Kampagne hätte, aber zumindest so, dass es einige Dinge innerhalb des Kapitels beeinflusste. Bis auf ein paar Ausnahmen, waren die Standardgegner in diesem Kapitel Oger. Aber gerade die Ausnahmen waren interessant. Aus meiner Sicht war dies zum einen der Schädelreisser, ein uraltes Konstrukt welches die Schädel der besiegten Gegner an sich befestigte. Nummer zwei war der finale Gegner Barl Bruchbein, ein magisch begabter Steinriese der auch ordentlich mit seiner Waffe austeilen kann. Die Charaktere hatten kurz vor dem Ende des Kapitels Stufe 10 erreicht und hatten im ersten Anlauf bei Barl enormes Pech bei den Würfelergebnissen, während ich als SL enorm viel Glück hatte und gerade bei Barls Nahkampfangriffen oft eine 19/20 geworfen hatte. Das führte dazu, dass die Nahkampftreffer oft kritisch waren und der Schaden verdreifacht wurde. Der zweite Anlauf lief dann so wie es sich die Spieler vorstellten und innerhalb weniger Runden wurde Barl mit seinem Gefolge bezwungen. Mit den bekannten Informationen konnte man schon in etwa darauf schließen, was das nächste Kapitel aufbieten konnte. Eines war sicher und das war der Kampf mit den Steinriesen und deren mysteriösen Anführer „M“, aber es sollte sich auch eine große Möglichkeit für die Spieler eröffnen, die einige ihrer Fragezeichen verschwinden lassen würde, wenn sie sie ergreifen. Doch dazu mehr im nächsten Teil.

10 Dinge zum Zehnten – Zauber

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Wenn man sich Shadowrun ansieht, so gibt es eine übersichtliche Menge an Zaubern. Im Gegensatz dazu bietet Pathfinder gefühlte Tausend Zauber und mit fast jeder Publikation kommen neue hinzu. Passend zum diesmonatigen Karnevalsthema „Verwunschen, verzaubert, verflucht“ bin ich mal das GRW durchgegangen und habe ein paar mögliche Zauber rausgesucht die man vielleicht auch in Shadowrun übernehmen kann.

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Erlebnis Langzeitkampagne – Das Erwachen der Runenherrscher Teil II

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Nachdem die Spieler den Ort Sandspitze bei einen Überfall der Goblins verteidigten und einen weiteren Angriff dieser vereiteln konnten, wurden sie zu den Helden von Sandspitze auserkoren. Also verbrachten sie noch einige Wochen in Sandspitze, lernten ein paar NSC’s besser kennen, halfen den Bürgern und ließen es sich gut gehen. Bis der kleine ruhige Ort von einer Mordserie erschüttert wird. Jeder der die Kampagne noch spielen möchte, sei hier gewarnt, da es vielleicht den ein, oder anderen Spoiler geben kann.K2Die Charaktere hatten nun Zeit sich weiter mit Sandspitze und den Anwohnern vertraut zu machen. Der örtliche Vogt Schierling nahm sie bei Seite und wollte ihre Fähigkeiten nutzen, um einen kürzlich vorgefallenen Mord aufzuklären. So beginnt im ersten Drittel des Kapitels eine Schnitzeljagd für die SC’s, bei der sie den Mörder jagen. Zwei Dinge sind bei jedem Mord gleich. Zum einen wird immer ein Zettel, mit einer Nachricht, mit dem Namen eines Spielers hinterlassen und zum anderen werden den Opfern immer ein siebenzackiger Stern auf den Oberkörper geritzt. Die Spieler sind die einzigen die das Symbol erkennen und zuordnen können. Nach dem Besuch in einer Irrenanstalt und mit Hilfe der Nachrichten können die Charaktere die Identität des Mörders herausfinden, ein NSC der bereits einen Auftritt im ersten Kapitel hatte. Nach einigen Nachforschungen konnte die Herberge des Mörders ausfindig gemacht werden. So beschäftigt sich das zweite Drittel des Kapitels mit der Erkundung der Unterkunft des Mörders und den mysteriösen Vorgängen in dieser. Das Gut Fingerhut war früher einmal eine herrschaftliche Villa, mittlerweile ist es nur noch ein heruntergekommenes Haus. Hierher führten die Nachforschungen die Spieler. Seit Jahrzehnten wurde das Haus gemieden und es wird vermutet das es darin spukt. Zum Pech für die Charaktere ist das Haus gefüllt von Spukerscheinungen die die Spieler heimsuchen. Dabei waren so nette Sachen wie ein brennender Mantikor, oder ein Schal der sich um den Hals eines Charakters legt und diesen erdrosselt. Nach der Erkundung der oberen Etagen, bei der man auch noch die tote Frau des Mörders fand, sich aber entschloß sie zu töten, als sie frei laufen zu lassen um ihre Rache auszuüben, ging es in den Keller und damit in die darunter liegenden Höhlen. Man musste vorher noch ein paar Ghule beseitigen bevor es zum Showdown mit dem Mörder kam. In einem Laboratorium trafen die Spieler den Mörder, es war Aldern Fingerhut der sich mittlerweile in einen Grul verwandelt hatte. Infiziert durch das Ghulfieber und von Wahnsinn gezeichnet nannte er sich nun der Häuter. Im stattfindenden Kampf kamen ab und zu noch seine menschlichen Züge zum Vorschein und er konnte den Spielern noch etwas über sich und die Brüder der Sieben erzählen, bevor seine hasserfüllte und mordgierige Persönlichkeit ihn komplett übernahm. Der Magier wurde von ihm als besonderes Ziel auserkoren und sein ganzer Hass traf diesen. Nach diesen Erlebnissen und den neuen Erkenntnissen machten sich die Spieler auf nach Magnimar, der Hauptstadt von Varisia. Das letzte Drittel des Kapitels beschäftigt sich mit den Brüdern der Sieben, ihrem Häuterkult und dem dunklen Geheimnis hinter dieser Gruppe. Die Charaktere suchten das Stadthaus der Fingerhuts in Magnimar auf und fanden dort weitere Hinweise auf die Brüder der Sieben und eine Ortsangabe für deren Unterschlupf. Der Unterschlupf befand sich in einer Sägemühle an den Ufern von Kyvers Holm und trug den Namen „Die Siebenmühle“. Hier eskalierte die Situation ziemlich schnell und führte zu einer offenen Schlacht zwischen den Spielern und den Kultanhängern mit ihrem Anführer. Aber das kommt dabei heraus, wenn man einen Feuerball inmitten eines Sägewerkes zündet, welches auch noch komplett aus Holz besteht. Nach einem ziemlich langen Kampf, den die Spieler für sich entscheiden konnten, entdeckte die Schurkin einen Raben, der das brennende Sägewerk verlies. Diesem Raben folgte die Gruppe und sie kamen zu einem heruntergekommenden, verfallenden und verwitterten Uhrturm an. Nach einer kurzen Rast und Auffrischung der Zauber machten sich die Spieler daran die Schattenuhr zu erkunden. Dabei trafen sie auf der untersten Ebene auf eine Vogelscheuche, ein erwachter Fleischgolem, der diesen Bereich verteidigte. In dem doch eigentlich unnötigen Kampf, erledigte die Vorgelscheuche zwei Charaktere, was dazu führte, dass die anderen beiden die Überreste ihrer gefallenen Kameraden herausschleppen und zum nächsten Tempel bringen mussten. Im zweiten Anlauf liefen die Spieler einfach an der Vogelscheuche vorbei, da diese nur auf der untersten Ebene blieb, und machten sich auf den Weg zur Spitze der Schattenuhr. Hier kam es zum Kampf mit der Lamia-Matriachin Xanescha. Sie hatte einen magischen Einfluss auf den Anführer des Häuterkultes und konnte diesen für ihre Zwecke nutzen. Während des intensiven Kampfes mit den Charakteren, konnte Xanescha fliehen. Die Spieler erfuhren, beim durchsuchen ihrer Sachen, das sie noch eine Schwester hatte, die sich in dem Ort Schildenkrötenfähre aufhält und beide Schwestern zu irgend einen Zweck gierige Seelen „ernteten“. Ebenso war die Rede von der Rannickfeste die bereits in ihre Hände gefallen sei. Mit all den gesammelten Informationen konnten sich die Charaktere zum einen rehabilitieren und zum anderen eine kleine Belohnung vom Oberbürgermeister einstreichen. Somit endete das zweite Kapitel.

Nach dem witzigen und spannenden ersten Kapitel, beginnt das zweiten Kapitel etwas langsamer. Zuerst wird versucht mit der Mordserie eine komplett andere Richtung einzuschlagen, um dann doch wieder mit dem siebenzackigen Stern schnell einen Bogen zurück zum großen Ganzen zu schließen. Die Schnitzeljagd führt zu einigen interessanten Orten, wie der Irrenanstalt mit dem im Keller arbeitenden Nekromanten, dem Gut Fingerhut mit ihren Spukerscheinungen und schließlich dem Finale in Magnimar mit der Schattenuhr. Es war auch das Kapitel mit den meisten „OMG“-Momenten in der Spielerrunde und den meisten Momenten, die auch nach dem Ende der Kampagne im Kopf blieben. Ganz klar vorne dabei war das Gut Fingerhut mit seinen Spukerscheinungen. Zum Beispiel dem Schal der einen Charakter erdrosselte, oder dem Spuk der einem Charakter vormachte die Mutter zu sein und sein Kind in Sicherheit zu bringen. Wobei das Kind ein anderer Charakter war. Hierbei schaffte es der Magier, der dachte er sei die Mutter, sogar den Kleriker, der das angebliche Kind war, aus der Villa zu ziehen, nach vorher gewonnenen Stärkevergleichswurf. Ein weiteres Highlight war die Siebenmühle. Nach erfolgreichen eindringen musste der Kleriker beim ersten Auftauchen eines Gegners sofort einen Feuerball loslassen. Wer schon mal ein Video mit einer Staubexplosion gesehen hat, der kann sich ungefähr vorstellen was in diesem Moment im Sägewerk abging. Es endete damit, das die übig gebliebenen Kultanhänger samt Anführer sich eine „Straßenschlacht“ mit den Spielern lieferten. Von dieser Situation blieben zwei Aussagen, auf die wir noch öfter zu sprechen kamen in der Kampagne. Die erste war „Der Karnevalsverein aus Magnimar“, weil die Kultanhänger recht bunt bekleidet waren (siehe Bild unten) und sie so als eine Art Karnevalstruppe durchgehen konnten. Die zweite war „Was macht eigentlich der Ritter“, weil der doch recht ausgeartete Kampf lange dauerte, kommentierte ich die Aktionen meines Charakters nur nebenbei, so das die Spieler mitten im Kampf diese Frage stellten. Meine Antwort hierzu war nur, „Der steht in einem Berg aus Leichen“, da er bis zu diesem Zeitpunkt schon vier Kultanhänger erledigen konnte. Das letzte Highlight war die Vogelscheuche in der Schattenuhr. Für den SL ist es einer der NSC’s mit denen man gut und gerne auch  die ganze Party legen kann. Die intelligenteste der Spieler war die Halblingsschurkin, die als erste die Treppe hinaufging um von weiter höher anzugreifen. Diese wurde aber nicht weiter von der Vogelscheuche beachtet, da diese nur die unterste Ebene bewachte. Magier und Kleriker kamen leider erst später darauf, das sie der Schurkin folgen sollten. Das führte dazu, dass es erst den Kleriker erwischte und danach den Magier, der versuchte den Kleriker noch zu retten. Diese teure Lehrstunde veranlasste die Charaktere im zweiten Anlauf einfach an der Vogelscheuche vorbei zu laufen. Mit der Flucht von Xanescha, war es bereits der zweite Kapitelendgegner der der Gruppe entkommen konnte. Dementsprechend waren meine Mitspieler zu diesen Zeitpunkt angefressen, da sie es nicht schaffen konnten sie zu besiegen/aufzuhalten. Aber sie sollte schon bald wieder auftauchen. Doch dazu mehr im dritten Teil der Zusammenfassung.
© pathfinderwiki.com (Skinsaw Cultist)

Erlebnis Langzeitkampagne – Das Erwachen der Runenherrscher Teil I

RotR_TitelIm letzten Monat war es nun soweit, meine Gruppe und ich haben die Kampagne „Das Erwachen der Runenherrscher“ (DEdR) abgeschlossen. Damit geht eine Art Ära zu Ende, die im September 2014 ihren Anfang nahm. Zeit sich auch selbstkritisch mit diesem Erlebnis auseinander zu setzen und das Erlebte in einer Art Kurzzusammenfassung dar zu stellen. Jeder der die Kampagne noch spielen möchte, sei hier gewarnt, da es vielleicht den einen, oder anderen Spoiler geben kann.

Zu meinem Glück, habe ich eine feste Spielrunde mit Mitspielern, die gerne mal was ausprobieren und auch noch neue Sachen spielen möchten. So kam es auch das ich Anfang September 2014 gefragt hatte, ob sie vielleicht Lust auf was D&D-ähnliches hätten und habe Pathfinder vorgeschlagen. Charaktere waren schnell gemacht und ich entschloss erstmal ein One-Shot zu leiten, um zu sehen, ob die Leute auch noch Bock hätten weiter zu spielen. Passend zur Kampagne spielten wir das Abenteuer „Die Gottesmundketzerei“. Warum passend, weil die Charaktere hier das erste Mal auf die Geschichte der Runenherrscher treffen und etwas über diese erfahren. Interesse war geweckt und so konnten wir Ende September ’14 mit der Kampagne beginnen. Um einen kurzen Abriss der Kampagne zu geben, folgt hier ein Zitat des Klappentextes von der Jubiläumsausgabe.

In dem verschlafenen Küstenstädtchen Sandspitze braut sich etwas Böses zusammen. Durch den Angriff verrückt gewordener Goblins wird der Schatten einer längst vergessenen Vergangenheit offenbar, der zurückkehrt und die Stadt bedroht – und vielleicht sogar ganz Varisia. Der Pathfinder Abenteuerpfad „Das Erwachen der Runenherrscher“ beginnt mit diesem Goblinangriff und führt die Spieler auf eine epische Reise durch das Land Varisia, während der sie einem Kult von Serienmördern auf die Spur kommen, gegen hinterwäldlerische Oger kämpfen, eine heranrückendes Heer aus Steinriesen aufhalten, sich in uralte Gewölbe wagen und sich schließlich einem Magierkönig stellen, der in einer uralten Stadt auf der Spitze eines Berges wartet.

Für die gesamte Kampagne wird die schnelle Aufstiegsgeschwindigkeit verwendet und pro Kapitel gibt es eine Übersicht, ab welchen Zeitpunkt die Charaktere aufsteigen. Wie ich bereits in anderen Beiträgen erwähnt hatte, hatte ich mit meinen Mitspielern abgestimmt, dass ich die Gegner voll ausspiele und dadurch auch nicht vor dem töten von Charakteren zurückschrecke. Die Gruppe bestand aus einer Halblingsschurkin, einem Magier, einem Halbelfenkleriker und einem Ritter, welchen ich als SL mitführte. Soviel erstmal zum Ausgangspunkt.K1Wie schon geschrieben, fingen die Charaktere nicht mit Level eins an, sondern hatten durch den vorher gespielten One-Shot bereits ein Level gut gemacht. Das machte das erste Drittel von Kapitel eins für sie einfacher. Das komplette erste Kapitel bietet größtenteils Goblins als Gegner und einige Szenen in denen man ihre chaotische Natur gut ausspielen kann. So überfallen sie das Schwalbenschwanzfest, wo sie neben ihrer Beute auch noch eine ganze Menge an Leckereien finden können. In der Glashütte von Sandspitze kann man dann ihre gemeine und sadistische Ader ausspielen, während sie die Charaktere mit heißen Glas angreifen, oder sie versuchen einen Charakter in einen brennenden Hochofen zu werfen. Im zweiten drittel des Kapitels geht es dann unterhalb von Sandspitze, in den Katakomben des Zorns, weiter. Es ist der erste Ort, an denen die Charaktere mit den Runenherrschern in Kontakt kommen und auf einen alten aktiven Runenbrunnen stoßen. Die Katakomben spielten sich ziemlich linear und wurden von den SC’s auch schnell abgegrast. Die größten Herausforderungen stellten einmal ein mutierter Goblin, mit drei Armen und Odemwaffe, und ein Vargouille dar. Nachdem ein Charakter den Kuss des Vargouilles knapp überlebte, rüsteten sich die Spieler auf und gingen zum finalen Angriff, auf die vereinten Goblinklans, über. Das letzte drittel des Kapitels umfasst diese finale Begegnung und die Enthüllung des eigentlichen Drahtziehers im Hintergrund. Die Distelkrone konnte schnell erreicht werden und die umherstreunenden Goblins waren kein großes Problem für die Charaktere. Innerhalb der Distelkrone waren es die beiden übrig gebliebenden Anführer der Goblinklans und die Drahtzieherin Nualia, die den Charakteren teilweise Kopfzerbrechen bereiteten. Der erste Goblinhäuptling war durch sein Reittier „Klebefuss“, ein Riesengecko, extrem agil und konnte dank seiner Wächter gut unter den Charakteren austeilen. Nualia, die Endgegnerin des Kapitels, war dank ihrer Jethunde im Vorteil, da diese die halbe Party mit ihrer Fähigkeit in Angst und Schrecken versetzten. Das führte dazu, dass die übrig gebliebenden Charaktere und Nualia sich ein Wettrennen unterhalb der Diestelkrone lieferten. Dabei lies ich die SC’s genau in die Arme des zweiten Goblinhäuptlings laufen. Am Ende konnten die SC’s den Goblinhäuptling besiegen, aber Nualia konnte fliehen. Nach der obligatorischen Plünderung der Distelkrone durch die Charaktere, kehrten diese nach Sandspitze zurück und wurden einmal mehr als „Helden von Sandspitze“ gefeiert. Damit war das erste Kapitel beendet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das erste Kapitel sehr unterhaltsam ist. Goblins sind einfach nicht die schlausten Monster und durch ihre chaotische Art und Weise, ergeben sich auch einige Szenen, bei denen man mehr als nur Schmunzeln muss. Als SL kann man sich hier viele Sachen einfallen lassen, um dies auch im Spiel umzusetzen. So laben sie sich am reichhaltigen Büfett, oder streiten sich untereinander, anstatt anzugreifen. Besonders im Kopf geblieben ist das Goblin-Lied, welches sie beim Überfall auf Sandspitze singen. Meine Spieler hatten es am Anfang etwas leichter, da sie durch den gespielten One-Shot bereits ein Level gewonnen hatten. Meiner Meinung nach passt „Die Gottesmundketzerei“ thematisch sehr gut zu DEdR und durch die wenigen magischen Gegenstände die sie hier ergattern können, haben die SC’s auch nur einen leichten Vorteil, werden aber nicht übermächtig. Im Kapitel-Finale beschäftigen sich die SC’s mit der Befriedung der Distelkrone. Ein über mehrere Ebenen verteiltes Gebäude das neben weiteren Goblins auch den geheimnisvollen Drahtzieher beherbergt. Als Spielleiter hatte ich besonders viel Spaß an Kriegshäuptling Brockenreisser und seinem Reittier Klebefuss. Diese Kombination war extrem agil und wendig und man kann den Spielern einiges Kopfzerbrechen damit bereiten, zu mal auch noch seine Wachen mit im Raum waren, auf die die Spieler auch achten mussten. Ein weiterer Nachteil für die Charaktere ergab sich durch die Flucht von Nualia. Dadurch war ich in der Lage sie jederzeit wieder erscheinen zu lassen, um sich an den SC’s zu rechen.

RPG-Blog-O-Quest #005: Spielsysteme

Im RPG-Blog-O-Quest dreht sich im Monat Februar alles um das Thema Spielsysteme. Also hier die aktuellen Fragen und Antworten.

1. Welche(s) System(e) spielst Du derzeit?

Im Moment sind es drei Systeme die ich mehr, oder weniger spiele. Das sind Pathfinder, Shadowrun und Ars Magica.

2. Was macht Dein favorisiertes System aus?

[fanboy]

Eine dystopische Aussicht auf unsere Erde in einer nicht all zu weit entfernten Zukunft, die sich bis zu einem Datum X an die Weltgeschichte hält. Dazu sind Fantasyeinflüsse verarbeitet worden, die durch die Welt und ihre Geschehnisse erklärt werden. Die Verschiedenen Ebenen von Cyberspace, Astralraum und „fleischlicher“ Welt werden aufgegriffen und können unter Umständen parallel bespielt werden, was es manchmal auch chaotisch werden lässt. Die Charaktererschaffung geht schnell von der Hand und gibt viel Freiraum für Konzepte und zukünftige Entwicklung. Neulingen kann man das System und die Regeln schnell verklickern und sie dementsprechend schnell integrieren. Bis jetzt ist es noch immer das beste System um einen Charakter richtig schön abgefuckt zu spielen und bietet das größte Potenzial, nach einem schlechten Tag mal Luft raus zu lassen.

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3. Was war Dein Einstiegssystem und spielst Du dieses noch?

Den Einstieg hatte ich mit Shadowrun 4. Edition. Shadowrun spiele ich auch noch, allerdings in der aktuellen 5. Edition und im Moment etwas weniger als ich gerne würde.

4. Was muss ein System haben, um Dich zu faszinieren?

  1. Geschichte – Die Hintergrundgeschichte und aktuelle Geschichte der Spielwelt muss mir einfach zusagen.
  2. Komplexität – Der Regelumfang im GRW darf ruhig etwas größer sein. Sollte dann aber so gestrickt sein, dass man keinen Doktorabschluss braucht um alles zu verstehen.
  3. Zugänglichkeit – Das System sollte so geschaffen sein, das man sich auch schnell darin zurechtfindet und auch Neulinge, ohne stundenlanges Erklären, in eine Runde integrieren kann.
  4. Charaktererschaffung – Bei der Charakterschaffung hätte ich gerne Auswahl um das umzusetzen, was ich mir vorstelle. Attribute, Fähigkeiten, Vorteile/Nachteile, Ausrüstung und vielleicht schon eine Möglichkeit den Charakter längerfristig zu planen, das wären so typische Punkte. Ein weiterer Pluspunkt ist für mich die Zeit, die ich damit verbringe einen SC/NSC zusammen zu bauen.
  5. Zusatzmaterial – Dies ist vielleicht kein wichtiger Punkt, aber es ist auch interessant zu sehen, was es an anderen Quellenbüchern gibt und was diese einem Neues in die Hand legen.

5. Welches System möchtest Du gerne einmal ausprobieren?

Ganz weit vorne ist immer noch Contact. Dann kommen da noch Call of Cthulhu, D&D 5, Numenera und für einen Trashabend noch Ponyfinder.

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RPG-Blog-O-Quest #004: Rückblick 2015

Im ersten Blog-Quest 2016 gibt es diesem Monat ein Rückblick auf das vergangene Rollenspieljahr.

1. Eine Runde, die mir von 2015 im Gedächtnis bleiben wird, war Das Erwachen der Runenherrscher , weil die Runde trotz eineinhalb Jahren Spielzeit noch nicht langweilig geworden ist und es immer wieder lustige Gegebenheiten und Aktionen der Spieler gibt.

2. 2015 hab ich Pathfinder für mich entdeckt, weil ich immer noch die Kampagne „Das Erwachen der Runenherrscher“ leite und ich mich weiter mit Quellenbüchern eingedeckt habe. Es ist für mich ein interessantes System das, wie jedes andere System auch, mit den Ausbauregeln immer mächtiger und vielfältiger wird. Auch die Quellenbücher zu den einzelnen Ländern geben viel Hintergrundwissen und Neuerungen. Im Großen und Ganzen fühlt sich die Spielwelt aus einem Guss an und man kann hier als Abenteurer viele Dinge erleben. Da ich immer etwas D&D-mäßiges spielen/leiten wollte, passte Pathfinder da einfach perfekt. D&D Next gibt es nur in Englisch und befindet sich auch in meinem Besitz, aber manchmal ist es doch besser die Regeln usw in der eigenen Sprache zu besitzen und das bietet D&D 5 leider nicht.

3. Welches war das Buch / der Film / der Comic, wo Du im letzten Jahr am meisten fürs Rollenspiel rausgezogen hast?

Kurz und knapp: Keines der genannten. In der Zukunft liegt noch die Kampagne „Unter Piraten“, da werde ich mich wahrscheinlich aus dem One Piece Manga bedienen.

4. Welches war Dein meistgespieltes Rollenspiel in 2015?

Pathfinder.

5. Ist Dir 2015 ein SC verstorben?  oder alternativ: Welches war das dramatischste Nahtodereignis (im Rollenspiel) im letzten Jahr?

Kein eigener SC, aber meine Runde musste stellenweise leiden. Ich glaube in 2015 waren es ein TPK und vereinzelt mal ein oder zwei SC’s bei einem Endkampf. Ich glaube auf der Uhr müssten so 12-15 tote SC’s stehen, auch wenn in Pathfinder die SC’s sich wiederbeleben lassen und die Spieler immer noch mit ihren Charakteren unterwegs sind.

Bonusfrage: Ich würde mir wünschen, dass sich eine der nächsten Blog-O-Quest um Crowdfunding (Kickstarter) drehen würde, weil es hier oft sehr aussichtsreiche Projekte gibt und man diese auch schon für kleines Geld (5 – 15 $) erhalten kann und viele Publisher bereits darauf setzen.

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RSP-Karneval: Alles geregelt ?!?

Nachdem ich den letzten Karneval ausgesetzt habe, da mir zu den Fanzines wirklich nichts einfiel, werde ich zum diesmonatigen ausgerufenen Karneval, von w6vsw12, wieder die ein oder andere Zeile schreiben. Das Thema: Regeln by the book, oder ad-hoc verregeln

Regeln by the book – Das Grundgerüst

Ich möchte ein Rollenspiel, welches mich interessiert, spielen. Also gehe ich in den Laden meines Vertrauens und hole mir dort ein Grundregelwerk (GRW) zum Spiel. Das GRW beinhaltet alles was ich zum spielen brauche. Es wird erläutert, wie ich mir einen Charakter zusammenstelle, wie Attribute und Fähigkeiten zusammenhängen, wie der Kampf funktioniert, wie unter Umständen Magie funktioniert, welche Ausrüstung es gibt usw. Durch zusätzliche Bücher kommen dann weiterführende und neue Regeln zu einem System hinzu. Mit den Regeln die mir das Buch liefert, habe ich als Spielleiter/Spieler ein Grundgerüst für meine Aktionen. Ich weiß was ich würfeln muss wenn ich angreife, mich verteidige, oder den Auflammenden Krummsäbel +4 herstellen möchte. Ein GRW schafft es nicht, jede einzelne Handlung eines Charakters in Proben abzubilden. Ansonsten hätten solche Bücher wahrscheinlich Brockhausausmaße. Und wer würde solche Bücher dann noch lesen? Zumal Regeln für jede einzelne Aktion zu einem Würfelmarathon ausarten und wo bleibt dann noch die Zeit zum spielen. So würde die Wirtshausszene Stunden in Anspruch nehmen, mit Proben für: gerade auf dem Stuhl sitzen, Bierhumpen stemmen, kleckerfreies Essen, oder geradeaus Rülpsen. Ich denke solch eine genaue Verregelung stört ungemein den Spielfluss. Was ist nun mit Handlungen die ein Regelwerk gar nicht vorsieht, oder in Regeln darstellt? Lässt man solche Handlungen als Spielleiter gar nicht erst zu? Das führt aber automatisch dazu, dass ich die Charaktere, sowohl SC als auch NSC, in ihrem Handeln beschneide. Als Spieler würden mich beide Punkte vom weiteren spielen abhalten. Warum sollte mein Spielercharakter auch weniger können als ich, das erscheint mir dann doch unlogisch. Dies muss man natürlich im Zusammenhang mit dem gespielten Spiel sehen. Wenn alle Spieler eine Bakterie spielen, dann können diese natürlich nicht die selben Dinge die ein Mensch kann. Ich sehe das Ganze wie folgt:

Regelwerk = Grundgerüst

ad-hoc verregeln – Der Feinschliff

Irgendwann kommt man als Spielleiter an den Punkt, an dem ein Spieler etwas machen möchte, was nicht regeltechnisch abgehandelt ist. Welche Möglichkeiten habe ich als Spielleiter dann? Wie oben bereits geschrieben, könnte ich sagen, dass ein Charakter das nicht kann, weil es keine Regel dafür gibt. Dann muss ich mir aber auch im Klaren sein, dass auch NSC’s diese Aktionen/Handlungen nicht durchführen können. Ich könnte mir aber auch die gegebenen Regeln ansehen und mir etwas passendes dazu raussuchen, was in etwa der Handlung entspricht. Zum Beispiel wäre eine Idee so etwas über die Attribute zu lösen, oder es gibt Fähigkeiten die in diese Richtung gehen und angewandt werden können, oder das System erlaubt einen gewissen Spielraum mit einer vorgegebenen Aktionsart, wie zum Beispiel bei Pathfinder das Kampfmanöver, oder man sagt einfach das es dem Spielercharakter gelingt und keine Probe dafür nötig ist. In all diesen Fällen hat der Spieler die Möglichkeit seine Aktion durch zu führen und das Spielgefühl fühlt sich runder an, als einfach zu sagen, das es nicht geht. Solche Anpassungen kann man dann auch schnell als Hausregel für seine Runde festlegen. Kurz zusammengefasst:

Ad-hoc = Feinschliff

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ein gutes Rollenspiel gar nicht ohne beides auskommen kann. Ein Regelwerk kann einem nur die Grundbausteine für die Spielwelt und einen Teil der möglichen Handlungen in ihr geben. Sie einfach nur hinzunehmen und zu sagen, dass etwas anderes nicht möglich ist, wäre für mich ein Grund so ein Spiel, oder in solch einer Runde, nicht zu spielen. In vielen Regelwerken steht immer etwas geschrieben, dass die Regeln da sind um sich von ihnen leiten zu lassen, sie aber nicht der Weisheit letzter Schluss sind und jede Gruppe das Spiel so spielen soll, das es allen Spaß macht. Dazu kann man Regeln weglassen, Hausregeln nutzen, oder ad-hoc und situationsbedingt Lösungen für ungeregelte Sachverhalte finden. Ein Rollenspiel fühlt sich so im Gesamtpaket viel runder an, als wenn man als Charakter immer gegen Mauern rennt, weil man etwas tun möchte, was nicht in den Regeln steht.

Regelwerke + Ad-Hoc = Rollenspiel

RPG-Blog-O-Quest #003: Ausblick 2016

Das Jahr 2015 nähert sich dem Ende und es war bisher ein gutes Jahr mit viel Rollenspiel. Mit dem Thema „Ausblick„, des aktuellen RPG-Blog-O-Quest, bietet sich die Gelegenheit etwas in die Zukunft zu schauen und mal grob das Jahr 2016 RPG-technisch zu beleuchten.

1. Das Jahr nähert sich dem Ende. Worauf freust Du Dich RPG-technisch am meisten in 2016?

Ganz weit vorne auf der Liste stehen eine paar Projekte die ich bei Kickstarter unterstützt habe. So gibt es neuen Stoff für den PC, in Form von Divinity: Original Sins 2 und Umbra. Bei Divinity Orinigal Sins 2 bin ich sehr gespannt wie es weiter geht und wie sich die neuen Elemente in das Spiel einfügen. Den ersten Teil habe ich recht ausführlich und mehrfach durchgespielt. Bei Umbra habe ich die Hoffnung das es endlich wieder ein Hack&Slay Titel wird, der mich genauso fesseln kann, wie es einst Diablo 2 + Addon, oder Baldurs Gate: Dark Alliance getan haben. Aber auch im Bereich Pen&Paper gibt es ein paar Sachen die anstehen. Dabei handelt es sich zum einen um Aethera und NeoExodus, beides sind komplette Campaign Settings für Pathfinder, zum anderen wartet dann noch World War Cthulhu: Cold War.

 

2. Deine Rollenspielpläne 2016? Was möchtest Du spielen, was ausprobieren, was leiten? Möchtest Du auch Fanmaterial erstellen, wenn ja, was?

Allgemein habe ich 2016 vor, wieder mehr als Spieler dabei zu sein. Im Moment leite ich noch die Erwachen der Runenherrscher Kampagne für Pathfinder, in der wir uns kurz vor Abschluss des fünften Kapitels befinden. Danach folgt noch ein Kapitel mit dem Endkampf, was sich vielleicht noch bis in den Januar ziehen wird. Je nachdem wie viele Sitzungen wir im Dezember noch hinbekommen. Dann steht im nächsten Jahr definitiv wieder etwas mehr Shadowrun 5 auf dem Programm und Ars Magica. Als Kampagne könnte dann noch „Berge des Wahnsinns“ für Cthulhu, oder „Unter Piraten“ für Pathfinder dazu kommen.

Bei den Spielen die ich noch ausprobieren möchte, hat sich nicht viel getan. Es ist handelt sich dabei immer noch um Contact und Paranoia. Diesen Monat müsste ich aber noch Fall of Magic, ein von mir unterstütztes Kickstarter Projekt, in die Hände bekommen, welches ich dann auch gerne ausprobieren würde.

In Sachen Spielleiten werde ich, wie oben geschrieben, bestimmt noch mit Pathfinder beschäftigt sein. Dazu kommen dann noch der ein oder andere Run für Shadowrun 5. Wenn meine Spieler doch noch Lust auf eine weitere Pathfinder Kampagne haben, dann werde ich „Unter Piraten“ leiten, das steht aber noch nicht fest.

An der Fanmaterialfront wird es auch im neuen Jahr Sachen von mir geben. Pläne und Grundrisse werden ein Teil sein, da habe ich noch einige digital rumfliegen. Auch weitere Abenteuerideen werden folgen, allerdings habe ich hier vor, diese besser zusammen zu schrieben als bisher. Ansonsten beschäftige ich mich seit ein paar Monaten intensiver mit Seattle, dh. das hierzu noch weitere NSC-Gruppen folgen werden, ähnlich dem Ancients-Beitrag. Ebenso bin ich noch am Suchen und Probieren von Möglichkeiten für eine digitale Seattlekarte, auf der man alle wichtigen Dinge festhalten kann. Das größte Projekt wird allerdings meine geschriebene ADL-Kampagne sein, die vielleicht Mitte/Ende 2016 fertig sein soll.

 

3. Was erwartest Du von den Verlagen?

Im Grunde nicht viel. Sie sollen weiterhin qualitativ gute Produkte herstellen und wenn es geht, dann sollte mehr Augenmerk auf das Lektorat der Produkte gelegt werden. Dieses Jahr habe ich so einige offensichtliche Sachen gefunden, bei denen ich mich frage: „Liest da keiner drüber?“.

 

4. Wenn ich bei Wizards of the Coast das Sagen hätte, würde ich 2016 alles daran setzen, die D&D Next Produkte ins Deutsche zu übersetzen und zu vertreiben

 

5. Ich möchte mir 2016 wieder mehr Zeit fürs Lesen nehmenIm Moment warten „Die Foundation-Trilogie“ und „Die Stahlhöhlen“ von Isaac Asimov, „Hardware“ von Walter Jon Williams und drei, oder 4 Shadowrun Romane darauf gelesen zu werden. Und eigentlich sollte dann noch der Dunkle-Turm-Zyklus von Stephan King folgen. So viel zu mehr Zeit fürs Lesen ;).

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