1W100 Random Blog Encounters – August

Am Ende des letzten Jahres hat Sorben von Gelbe Zeichen mit seinem Beitrag 1W100 – Random Blog Encounters, 100 beliebige Fragen zum Thema Bloggen und Rollenspiel zusammengefasst. Diese Monat mal mit 16 zufälligen Fragen, da letzten Monat der Beitrag ausfiel.

04 – Wie viele Systeme besitzt du und wie viele spielst du? Hast du ein Liebling und warum ist es dein Liebling? Bist du Sammler eines Systems, welches du vielleicht selten bis nie gespielt hast, es aber einfach gut findest?

Auf der Festplatte dürfte sich sowas um die 100 verschiedenen Systeme befinden, wovon ich vielleicht 10 – 15 gespielt habe. Aktiv spiele ich im Moment 4 Systeme. Mein Liebling ist Shadowrun, weil mir ganz einfach die Welt sehr gut gefällt und die verschiedenen Ansätze gut miteinander verflochten sind.

06 – Schreibst du selber Abenteuer oder kaufst du sie? Was findest du besser, wenn du beides schon gemacht hast, oder besser worin liegen jeweils Vor- und Nachteile?

Teils teils, ich besitze einige gekaufte Abenteuer, aber viele entstehen mehr oder weniger on the fly mit ein paar Stichpunkten. Vorteil von den gekauften Abenteuern ist ganz klar das alles dabei ist was man braucht, seien es Orte, NSC’s usw., das muss ich mir bei einem selbstgeschrieben Abenteuer alles vorbereiten. Der Nachteil ist die teilweise festgelegte Handlung, wodurch die Spieler weniger Freiraum haben.

11 – Wo siehst du dich in 10/20 Jahren? Wirst du immer noch spielen? Wie wird sich das Spielen deiner Meinung nach innerhalb dieser Jahre verändern?

Ich hoffe das ich immer noch spielen werden. Vielleicht wird es aber weiter Richtung Onlinerunden gehen.

26 – Was sind deine Vorzüge als Spielleiter/Spieler und was sind deine Defizite?

Spielleiter:

  • Vorzüge:
    • Offen für Ideen, Vorschläge, Diskussionen
    • Lasse oft fünfe gerade sein (unnötige Proben usw.)
    • Freiheit für die Spieler
  • Defizite:
    • Hart aber fair

Spieler:

  • Vorzüge:
    •  Ideengeber
    • „Kluge“ Kommentare
  • Defizite:
    • Brauche erst eine Eingewöhnungszeit in einer neuer Runde / mit neuen Spielern, für Charakterspiel usw.

35 – Für D&D sind bereits drei Filme herausgekommen, für elektronische Rollenspiele kommen alle naselang Filme raus. Es gibt auch Filme über das Rollenspiel. Schaust du solche Filme? Warum oder warum nicht? Und über welches Rollenspiel sollte es einen Film geben?

Ja ich schaue mir solche Filme an. Mich interessiert dabei wie die Umsetzung gelungen ist und in wie weit man Sachen aus dem Spiel wiedererkennt. Welches Spiel verfilmt werden sollte? Da kommen sicher einige in Frage wie zum Beispiel: Cyberpunk 2020, Cthulhu, Shadowrun, Vampire oder Numenera.

36 – PDF oder Totholz?

PDF

47 – Vergisst du manchmal die Zeit während des Spielens? Wie wichtig ist Zeitmanagement als Spielleiter?

Manchmal frage ich mich schon wo die Zeit geblieben ist beim Spielen, aber als SL habe ich da ein gutes Gefühl für und kann das ganz gut abschätzen. Als SL sollte man ein Auge darauf haben, wenn man einen bestimmten Zeitrahmen hat zum Spielen, schließlich kann man diese auch gut im Spiel integrieren, zum Bsp. als Cliffhanger.

56 – Battlemap, Minis und Tiles? Selbstgebastelt oder gekauft?

Benutze ich gar nicht.

62 – Zusätzliche Gnade: Lässt du als Spielleiter mal alle Fünfe gerade sein, wenn ein Spielercharakter kurz vor dem Ableben steht? Wie siehst du es als Spieler?

Ja lasse ich. Das hat für mich aber nichts mit Gnade zu tun, sondern gehört für mich zum guten Ton. Schließlich ist es als SL so das drastische was man tun kann und dazu sollte es schon einen guten Grund geben. Als Spieler sehe ich das ähnlich. Wenn ich nicht gerade etwas äußerst dummes mache, oder ich es wirklich darauf anlege zu sterben, sollte ich doch die Möglichkeit haben meinen Charakter zu retten.

71 – Welche Welt eines Buches/Films/einer Serie würdest du gerne als Rollenspielsetting umgesetzt sehen und mit welchem Regelsystem würdest du es gerne spielen?

One Piece, Per Anhalter durch die Galaxis, Fullmetal Alchemist

Als Regelsystem vielleicht D20-System, oder D6-System.

74 – Rollenspieler können auch Sammler sein. Hast du einen Hang zum Sammeln oder gar zum Hoarding? Würfel, Bücher, Minis etc.?

Dann tendiere ich zu Würfel.

76 – Wenn du dich als Charakter in einem von die favorisierten System nachbauen würdest, welche Werte hättest du?

Talasu

78 – Kennst du andere Blogger im Reallife?

Ja

79 – Wissen deine Mitspieler von deinem Blog oder ist ihnen die Internetgemeinschaft der Rollenspieler gänzlich egal bzw. unbekannt?

Ja ist bekannt.

93 – 3 Dinge, die du mit einem gelungenen Spieleabend verbindest und warum?

  • Spaß
  • Gute Story
  • Herausforderung

Ich sehe einen Spieleabend wie einen guten Film. Er muss mich unterhalten. In diesem Fall habe ich aber mit meinem Charakter Einfluss auf das Geschehen und entsprechend möchte ich hier auch was erleben und schaffen.

96 – Star Wars, Star Trek und/oder Herr der Ringe, welches Universum begeistert dich?

Alle genannten.

RPG-Blog-O-Quest #33: Die 6Ws

Ein neuer Monat und wieder einmal neue Fragen für den Blog-Quest. Dieses mal kommen die Fragen von Seanchui goes Rlyeh zum Thema „Die 6Ws“ und einem kleinen Baukasten für ein Abenteuer.

1. Wer? (Wer ist der Bösewicht in Eurer Geschichte, so es einen gibt? Wer führt die Charaktere in das Abenteuer? Und wer spielt noch eine wichtige Rolle?)

Wer ist der Bösewicht in Eurer Geschichte?

Run A: Der Auftraggeber der Runner (Mr. Johnson; Hr. Schmidt). Die Runner sind für ihn nur Mittel zum Zweck und im Hintergrund ist bereits ein anderes Team eingeschaltet, welches die Runner erledigen soll.

Run B: –

Wer führt die Charaktere in das Abenteuer?

Run A und B: Mr. Johnson, Hr. Schmidt; je nachdem in welchen Land ihr spielt.

Wer spielt noch eine wichtige Rolle?

Run A: Dr. Ira Patel, Spezialistin im Bereich der Kybernetik bei Kolkata Integrated Talent and Technologies (KITT), einem AA-Konzern aus Indien.

Run B: –

2. Was? (Was müssen die Charaktere erreichen, um das Abenteuer abzuschließen? Gibt es spezielle Gegenstände oder spezielles Wissen, das sie dafür brauchen?)

Was müssen die Charaktere erreichen?

Run A: Extraktion von Dr. Ira Patel

Run B: Sabotage einer Baustelle

3. Wann? (Zu welcher Jahreszeit spielt das Abenteuer? Spielt Zeit noch eine größere Rolle – gibt es zum Beispiel einen Wettlauf gegen die Uhr?)

Zu welcher Jahreszeit spielt das Abenteuer?

Run A und B: Spielt keine Rolle

Spielt Zeit noch eine größere Rolle?

Run A: –

Run B: Bei Alarmierung der Sicherheitskräfte, treffen in 1W6 + 3 Minuten die ersten Polizeikräfte ein

4. Wo? (In welcher Umgebung spielt das Abenteuer: Stadt, Wildnis oder Dungeon? Ist das Land, der Planet oder die Region wichtig für den Plot und verdient Erwähnung? Welche besonderen Locations werden die Charaktere besuchen?)

In welcher Umgebung spielt das Abenteuer?

Run A: Stadt, zum Beispiel Seattle Auburn, Renton, oder Tacoma

Run B: Stadt, zum Beispiel Seattle Downtown, oder Bellevue

Welche besonderen Locations werden die Charaktere besuchen?

Run A: Das Konzerngelände von KITT

Run B: Die Baustelle von einem Gebäude, zum Beispiel Hochhaus

5. Warum? (Was ist die Motivation der Charaktere? Wie sieht die Belohnung für einen Erfolg aus, bzw. die Konsequenz eines Misserfolges?)

Was ist die Motivation der Charaktere?

Run A und B: Money, Money, Money

Wie sieht die Belohnung für einen Erfolg aus?

Run A: 9.000 – 15.000 ¥, 6 – 8 Karma

Run B: 9.000 – 12.000 ¥, 5 – 7 Karma

Wie sehen die Konsequenz eines Misserfolges aus?

Run A:  Tot der Charaktere durch Konzernsicherheit, oder Killerteam

Run B: Schlechter Ruf + 1, Gefangennahme der Charaktere

6. Wie? (Wie gehen die Charaktere idealerweise vor? Welche Stolpersteine für die Spieler erwartest Du und wie kann der Spielleiter sie umgehen?)

Wie gehen die Charaktere idealerweise vor?

Run A:

  • Informationssammlung zur Zielperson, Konzern, Konzernanlage
  • Hack des Konzernhosts für Sicherheitssysteme, Aufenthaltsort der Zielperson, Bewachung der Zielperson, Zeitplan der Zielperson
  • Auskundschaften der Anlage
  • Weg hinein und hinaus finden
  • Extraktion der Zielperson, ohne auslösen eines Alarms
  • Abschütteln, oder Töten des Killerteams
  • Abgabe der Zielperson

Run B:

  • Informationssammlung zum Zielobjekt
  • Auskundschaften des Zielobjektes
  • Geeigneten Zeitpunkt für Sabotage finden
  • Sabotage ungesehen durchführen

 

1W100 Random Blog Encounters – Juni

Am Ende des letzten Jahres hat Sorben von Gelbe Zeichen mit seinem Beitrag 1W100 – Random Blog Encounters, 100 beliebige Fragen zum Thema Bloggen und Rollenspiel zusammengefasst. Hier die nächsten acht zufälligen Fragen für den Juni.

15 – Gygax, Arneson, Greenwood, Perkins oder Vin Diesel… es gibt schon einige bekannte Personen in der Rollenspielszene. Würdest du eine kennenlernen und über das gemeinsame Hobby philosophieren wollen? Und welche Person wäre das?

Ich glaube Gygax wäre eine interessante Person, mit der ich gerne mal über D&D und seine Entstehung sinnieren würde.

18 – Hund oder Katze? Kaffee oder Tee? Eher Elf oder Ork? Gut oder Böse?

Katze, Kaffee, eher Elf, Tendenziell Gut mit moralischen Abweichungen

43 – Spielst du lieber bei dir oder woanders?

Leider ist bei mir nicht all zuviel Platz, von daher bin ich meistens immer woanders unterwegs zum Spielen.

52 – Nutzt du Hilfsmittel beim Erstellen von Abenteuern? Und wenn ja welche? Wie gut bist du darin?

Direkt zum Erstellen eher weniger. Dafür lasse ich mich meist von verschiedenen Sachen , wie Filme, Serien, oder Romane, inspirieren und versuche sie in ein Abenteuer zu formen. Ob ich darin gut, oder schlecht bin, kann ich nicht beurteilen. Aber manchmal fällt es einem einfacher, oder auch schwerer etwas zusammen zu bringen.

82 – Hast du schon einmal etwas veröffentlicht? In Verlagen?

Nein.

90 – Pizza, Burger, Hot Dog oder lieber Braten, Quisch oder Gemüseauflauf? Und im Spiel? Was essen die Abenteurer oder gibts Standardrationen?

Beim Essen in der Spielrunde gibt es eher was vom Lieferdienst, oder zum Abholen. An besonderen Tagen auch was leckeres Gekochtes. Als Abenteurer darf es gerne auch frisch gejagtes geben oder die besondere Köstlichkeit des Wirtshaus. Sollte sonst nichts da sein, dann muss eben auch mal die Standardration herhalten.

95 – Das Internet hat viel verändert. Spielen wie 1989, wäre das eine schöne Sache oder was möchtest du nicht mehr missen? Foren, Blogs, Hangouts etc.

Ich glaube Foren und Blogs haben das Hobby schon einigermaßen verändert. Es macht es viel einfacher mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen, oder einfach mal nur Informationen zu bekommen.

99 – Dein Internetzugang funktioniert nicht und/oder dein Rechner ist abgeschmiert. Schlimm oder aber das Leben geht weiter? Was machst du? Lesen, spazieren gehen, weinen?

Ich glaube Lesen wäre dann eine gute Alternative. Und natürlich heimlich weinen weil Internet nicht funktioniert.

E3: Cyberpunk 2077, The Elder Scrolls, uva

© ENTERTAINMENT SOFTWARE ASSOCIATION

Es ist wieder E3 und wie jedes Jahr fanden im Vorfeld die verschiedenen Pressekonferenzen von allen wichtigen Publishern und Entwicklern statt. Einen Teil davon habe ich mir die letzten Tage auch angesehen. Dabei gab es für mich bisher einige Überraschungen und auch Enttäuschungen zu sehen. Daher gibt es heute mal ein fast komplett anderes Thema hier auf dem Blog. Im Grunde wegen einem Titel, den ich schon seit der ersten offiziellen Ankündigung auf der Liste stehen habe und von dem ich mir einiges verspreche. Die Rede ist natürlich von Cyberpunk 2077. Also hier mal ein kurzer Überblick über meine persönlichen Highlights und Flops aus den verschiedenen Pressekonferenzen.

Highlights

Fangen wir mit dem eigentlichen Grund für den Beitrag an, Cyberpunk 2077. Der Trailer hat in mir wieder einen Hype für das Spiel ausgelöst. Das gezeigte Material mit der verwendeten Engine sieht ziemlich schick aus. Leider konnte man keine Ingame-Inhalte sehen, aber ich hoffe das CD Project Red hier etwas großartiges abliefern wird. Schließlich haben sie mit der „The Witcher“-Reihe gezeigt das sie es können.

Die erste Überraschung war für mich die Vorstellung von The Elder Scrolls VI und damit die Bestätigung, dass Bethesda an einem neuen Titel arbeitet. Hier wird man wahrscheinlich frühestens im nächsten Jahr mehr zu sehen bekommen. Wenn wir schon bei The Elder Scrolls sind, dann darf man auch nicht die Skyrim: Very Special Edition vergessen, welches mit einem sehr witzigen Trailer angekündigt wurde.

Das nächste interessante Spiel, sah für mich nach einem Survival-Horror-Spiel aus. Die gezeigten Szenen waren schon sehr sehenswert, der Grafikstil ist aber mit Sicherheit Geschmackssache und nicht jedermanns Fall. Sea of Solitude werde ich definitiv mal im Auge behalten.

Nach dem gelungenen Reboot der Serie, mit Assassin’s Creed Origins, steht mit Odyssey der nächste Teil fest. Diesmal geht es in die Zeit der alten Griechen zurück und führt den Spieler in den Konflikt zwischen Athen und Sparta.

Ein weiteres großartiges Spiel was einen zweiten Teil spendiert bekommt ist The Last of Us. Hier zeigte Sony einen einen fast 12 minütigen Gameplay Trailer.

Bei Nintendo gab es neben dem neuen Pokemon auch einen Trailer zum neuen Super Smash Bros. Ultimate zu sehen.

 

Flops

Da denkt man EA belebt Command & Conquer wieder und dann wird es ein Handyspiel. Die Reihe gehört für mich immer noch zu den besten RTS-Spielen, auch wenn EA es geschafft hat sie komplett kaputt zu machen. Aber das gezeigte C&C Rivals war für mich eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

Insgesamt betrachtet war die EA-Konferenz nur gefüllt mit Spielen die ihr jährliches Update erhalten, wie Fifa, Madden NFL usw und die üblichen Spielserien wie Battlefield. Wirkliche Lichtblicke waren Anthem und Sea of Solitude.

Die zweite Konferenz die mich etwas enttäuscht hat, war die von Square-Enix. Man zeigte zwar das neue Tomb Raider, aber ich habe mir hier viel mehr versprochen. Auch zu Kingdom Hearts 3 wurden bereits veröffentlichte Trailer genutzt und man konnte hier keine neuen Informationen erhalten. Und auch das Remake von FF7 fehlte komplett.

Ansonsten kann man noch sagen, das ein wirkliches Highlight, mit dem keiner gerechnet hat, dieses Jahr auf der E3 fehlte.

RSP-Karneval: Harder Better Faster Stronger

Nachdem sich im März der Karneval an angehende Spielleiter orientiert hat, ist dieser Monat eher was für neue Spieler. Diesen Monat dreht sich alles um das Thema „Spielercharaktere Weiterentwickeln“ und wird von der guten Nerd-Gedanken organisiert.

In ihrem Startbeitrag stellt sie schon ein paar gute Fragen und Ideen zur Verfügung. Ich habe mir hier ein paar verschiedene Sachen herausgepickt und bin versucht die Entwicklung von Charakteren unter verschiedenen Gesichtspunkten vorzustellen. Das Ganze wird sich daher eher an neue Spieler richten, als an die alten Hasen des Hobbies.

Charakterentwicklung – Was ist das eigentlich? 

Einfach gesagt, führt ein gewisser Erfahrungsgewinn dazu, dass ein Charakter in seinem Umgang mit Fähigkeiten und Talenten, oder in seinen Attributen besser wird, also im Grunde seine Werte in den verschiedenen Kategorien steigen. Quasi versucht das Spiel damit das abzubilden, was im richtigen Leben gang und gäbe ist. Beispielsweise kann jemand der jahrelang Autos repariert das besser, als jemand der nur ab und an mal die Motorhaube aufmacht um Öl nachzugucken. Oder jemand der gezieltes Krafttraining betreibt wird stärker sein, als jemand der dies nicht tut.

Viele Systeme bieten dem Spieler die Möglichkeit seinen Charakter, im Laufe von teilweise auch mehreren Spielsessions, weiter zu entwickeln. Diese Entwicklung, oder dieser Fortschritt kann systembedingt in unterschiedlichen Formen vorkommen. Das können zum Beispiel die folgenden sein:

  • Ansammeln von Karma, Abenteuerpunkten, Erfahrungspunkten, Fortschrittspunkten, Missionspunkten (Shadowrun, DSA, V:TM, The Void, Cosmic Patrol)
  • Anwendung von Fähigkeiten (Cthulhu, Contact)
  • Stufenanstieg (Pathfinder, D&D Next, Dragon Age)
  • Investition von Zeit, wie das Studieren von Schriften, Experimentieren, etc. (Ars Magica)

Eine weitere Abbildung der Wirklichkeit, die es in einem Spiel geben kann, ist die Einbeziehung des Alters des Spielercharakters. In einem Spiel kommt das nur dann zum tragen, wenn man über Jahrzehnte, oder einen entsprechend alten Charakter spielt. Als Beispiel möchte ich hier Pathfinder anführen, welches über verschiedene Altersschwellen verfügt. Beim erreichen einer gewissen Schwellen, sinken die körperlichen Attribute, dafür steigen die geistigen Attribute. Dies spiegelt so ein bisschen das wieder, was man Lebenserfahrung nennen kann. Dies kann unter Umständen auch in die Überlegung der zukünftigen Entwicklung mit hineinspielen.

Wie auch immer das gespielte System es dem Spieler ermöglicht seinen Charakter weiter zu entwickeln, der Spieler bestimmt den Weg den der Charakter geht. Soll es mal der stählerne Ritter werden der die Gegner auf sich zieht, der Spezialist in Sachen Windmagie, oder vielleicht doch lieber ein Jack of all trades.

Ideen, Ansätze, Methoden und Konzepte

Ihr habt nun eure ersten Erfahrungspunkte gesammelt und seid bereit euren Charakter zu verbessern. Wohin soll die Reise nun gehen für euren Charakter? Wie die Überschrift schon sagt, möchte ich einfach mal ein paar Ideen zusammentragen, die sich an einigen Punkten auch überschneiden mögen, aber euch vielleicht eine Hilfe sein können.

Jack of all trades – Alleskönner

Das erste Konzept das ich hier nennen möchte ist der so genannte Alleskönner. Ihr investiert eure Punkte in die verschiedensten Fertigkeiten und habt nach kurzer Zeit einen Charakter der in allem irgendwie bewandert ist, dafür aber nichts wirklich gut oder sehr gut kann.

Der große Vorteil dieses Konzepts ist, das man als Spieler hier am deutlichsten die Entwicklung seines Charakters merkt. Man kann viel öfter etwas mit seinem Charakter machen und bedient ein weites Spektrum an Fertigkeiten. Auch im Gruppenspiel kann der Charakter öfter mal mit aushelfen und zum Beispiel bei Gruppenaufgaben seine Gruppenmitglieder unterstützen.

Dieser Vorteil ist auch gleichzeitig der größte Nachteil. Anstatt die Erfahrung gezielt in ausgesuchte Fertigkeiten zu investieren, versucht man sie auf alle möglichen aufzuteilen. Das kann im Laufe des Spieles auch dazu führen, das man schwierige Aufgaben nicht mehr meistern kann.

Spezialist

Dieses Konzept steht im kompletten Gegensatz zum Alleskönner. Man steigert gezielt nur die Fertigkeiten die der Charakter bisher gelernt hat. Irgendwann hat man dann einen Wert in diesen Fertigkeiten erreicht, die den Charakter als eine Art Meister in dieser Fertigkeit darstellt und er damit vielleicht sogar eine Stufe erreicht, die nicht mal ein NSC im gespielten System erreicht hat.

Vorteil: Der Charakter ist eine Art Meister in dem was er tut und auch schwere Aufgaben erledigt er spielend.

Nachteil: Andere Fertigkeiten besitzt der Charakter so gut wie keine und tut sich sehr schwer damit diese einzusetzen. Dadurch das die Entwicklung bereits gelernter und wertetechnisch hoher Fertigkeiten länger dauert, ist die Entwicklungskurve hier ziemlich flach. Das gesamte Potential zeigt sich erst, nachdem man eine Menge an Zeit und Erfahrung in den Charakter investiert hat.

Info: Wenn man sich sehr gut mit den Regeln eines Spiels auskennt und einige Kniffe kennt, kann man hier sehr mächtige Charaktere erschaffen. Man kann dann auch vom so genannten MinMaxing, Powergaming, oder One Trick Pony sprechen.

Zielgerichtet, Vorausplanung

Diese Methode setzt vom Spieler voraus, das er sich mit den Regeln zur Charakterentwicklung etwas auskennt. Im Grunde plant man die Entwicklung seines Charakters schon im Vorfeld. Das kann sehr grob passieren und muss nicht bis ins kleinste Detail geschehen, aber soweit das man eine Art Fahrplan hat an den man sich halten kann. Eine weitere Möglichkeit wäre das stecken von Teilzielen die man erreichen möchte und auf die man seinen Charakter hin entwickelt.

Beispiel: Einen Charakter wo ich das sehr gerne einsetze, ist mein Magier in Ars Magica. Hier habe ich mir verschiedene Teilziele gesetzt und habe meinen Charakter auch entsprechend entwickelt. Ebenso gibt es auch ein paar Zeile für die Zukunft, die aber noch weitere Entwicklung benötigen.

  • Ziel 1: Langlebigkeitsritual; Steigern von Zaubertechniken und -formen und Ausbau des Labors
  • Ziel 2: Talisman: Steigern von Fertigkeiten, Zaubertechniken und -formen
  • Ziel 3: Bessere Verteidigung: Steigern von Fertigkeiten
  • Ziel 4: Siegel zurückerlangen: Steigern von Zaubertechniken und -formen, Duell mit eigenem Meister
  • Ziel 5: Erschaffen eines Knochendrachen: Skelett eines Drachen, Steigern von Zaubertechniken und -formen, oder wahlweise einen Gefallen einlösen
  • Ziel X: Erlernen von Zauber „Legion“: Steigern von Zaubertechniken und -formen

Bisher bin ich bei meinem persönlichen Ziel Nummer vier angekommen. Ich habe meine Zaubertechniken und -formen auf einen Wert gebracht, mit denen ich meinen früheren Meister gegenübertreten kann, um mein Stimmsiegel in einem magischen Duell zurück zu erhalten. Auch einen Teil von Ziel Nummer fünf habe ich auch bereits, das Skelett eines Drachen.

Vorteil: Man kann bereits im Voraus eine mögliche Entwicklung für den Charakter festlegen und kann anhand von Teilzielen Erfolge erreichen die diese Entwicklung auch zeigen.

Nachteil: Je nach Planung, oder Teilziel ist es mehr oder weniger schwieriger spontan etwas dazwischen zu schieben und seinen Charakter mal in eine andere Richtung zu bringen.

Gruppenorientiert, Lücken füllen

Wenn man in einer regelmäßigen Gruppe spielt, so findet man schnell Punkte in denen die Gruppe nicht so gut aufgestellt ist. Hier wäre eine gruppenorientierte Entwicklung aller Charaktere eine Überlegung wert. Man schließt dadurch ein paar Schwachstellen und kann als Gruppe besser zusammen arbeiten.

Beispiel: Mein erster Shadowrun Charakter war damals so ausgelegt, das er einen entscheidenden Nachteil der bestehenden Gruppe ausbügelte. Er wurde zum sozialen Adepten und war zum größten Teil für die Interaktion mit Auftraggebern und anderen Personen gedacht. Nebenbei konnte er dann noch ein bisschen mit Pistolen umgehen. Im weiteren Verlauf hatte ich ihn so weiterentwickelt, dass er neben Pistolen mit jeder Art von Feuerwaffe sehr gut umgehen konnte, da unsere damaligen Straßensamurais nur auf Nahkampf getrimmt waren.

Vorteil: Das Zusammenspiel in der Gruppe wird gestärkt und man ist in der Lage auf viele Herausforderungen zu reagieren.

Nachteil: Alle müssen an einem Strang ziehen und etwas Zeit/Erfahrung in diese Entwicklung stecken.

Abschluss

Vielleicht hilft euch der ein oder andere Punkt etwas in euren Entscheidungen. Vielleicht möchtet ihr auch eurem Charakter und seiner Hintergrundgeschichte treu bleiben und steckt euch so einen Rahmen für seine mögliche Entwicklung. Oder ihr habt noch andere Ideen für die Entwicklung. Wie auch immer ihr euren Charakter letztendlich entwickelt bleibt natürlich euch überlassen.

1W100 Random Blog Encounters – Mai

Am Ende des letzten Jahres hat Sorben von Gelbe Zeichen mit seinem Beitrag 1W100 – Random Blog Encounters, 100 beliebige Fragen zum Thema Bloggen und Rollenspiel zusammengefasst. Hier die nächsten acht zufälligen Fragen für den Mai, mit teilweise sehr kurzen Antworten.

29 – Wie arbeitest du dich in ein neues Regelwerk ein?

Erstmal die grundlegenden Sachen zu Attributen, Fertigkeiten und Fähigkeiten lesen. Im nächsten Schritt die Charaktererschaffung lesen und danach ein paar Beispielcharaktere erschaffen. Zum Schluss kommt dann der Rest des Buches ran.

37 – Wie gehst du mit deinen Büchern um? Arbeitsmaterial oder Kunstwerk?

Ich muss gestehen, dass ich recht wenige Regelwerke als Printausgabe besitze, da ich mehr der PDF-Sammler bin. Bei denen die ich besitze sind sie natürlich auch Arbeitsmaterial, aber ich schaue schon darauf das ich sie pfleglich behandle und sie nicht anfangen auseinander zu fallen.

45 – Nutzt du Zufallstabellen? Wenn ja, machst Du sie selber oder woher bekommst du sie?

Nein.

49 – Liest du Fanzines?

Nein.

50 – Aus und vorbei. Der letzte Gegner ist besiegt, die letzten EP verteilt. Hast du schon mal ein gekauftes Abenteuer/Kampagne erweitert, weil sie dir so gefallen hat?

Nein, bisher nicht.

69 – Hast du schon einmal an Runden aus Amerika/GB etc. teilgenommen? Hangout z.B.?

Nein.

73 – Hast du Sekundärliteratur zum Thema? Ist sie für dich nützlich?

Ja, besitze ich. Ich habe mir zu Beginn meines SL-Wirkens den „GM Guide to Campaign Management“ besorgt. Es war für mich sehr interessant einen strukturierten Einblick in die Ausarbeitung einer kurzen bzw. langen Kampagne zu bekommen.

88 – Du bekommst 2 Millionen Euro, wie würdest du sie ausgeben? Spenden und verschenken ausgenommen.

Ich glaube da sind einige normale Klischees dabei:

  • Haus
  • Auto
  • Ferienhaus in Norwegen/Schweden
  • Geldanlagen (Fonds, Aktien, Kryptowährung)
  • Ein Jahr unbezahlter Urlaub und die Welt bereisen

RPG-Blog-O-Quest #32: Ein <3 für meine Mitspieler

Ein neuer Monat und wieder einmal neue Fragen für den Blog-Quest. Dieses mal kommen die Fragen vom guten Blechpirat zum Thema „Dafür liebe ich meine (Mit-)Spieler„.

1. Man hat ja oft eine Vorstellung davon, wie eine Szene ablaufen könnte. Spieler sind legendär dafür, oft völlig unerwartete Wege zu finden. Was war für dich die tollste Abweichung?

Da gab es bisher so einige. Spontan fällt mir dazu die folgende ein:

Im Grunde war es ein ganz einfacher Milkrun gewesen, der sich in Berlin abspielte. Also der Ort der Handlung, nicht die Runde. Ein kleine Gruppe von Humanis-Mitgliedern hatte allerhand Unwesen getrieben in einem Stadtviertel. Die Gruppe sollte diese ausfindig machen und ihnen ein paar Manieren einbläuen. Ziemlich straightforward, wie ich fand. Die Spieler fanden auch deren Unterschlupf und riefen dazu noch einige Radikale, Humanis- und  Rassismus-Gegner. So wurde daraus kurzer Hand eine öffentliche Veranstaltung mit Grillen, Freibier und Humanis-Mitglieder vertrimmen.

2. Huch, grober Fehler: Regel falsch angewendet, keine Idee, wie es weitergeht, Blackout, Liebeskummer – wie hat dein (Mit-)Spieler die Situation gerettet?

Also was den Regelbereich angeht, da ist das nicht so schlimm, Meine Mitspieler kennen bis auf eine Ausnahme auch nicht alle Regeln. Wenn ich mal ins grübeln komme, dann schlage ich das entsprechend nach, oder bespreche mich auch mal kurz mit dem zweiten SL in der Runde und dann findet man eine Lösung.

3. Ganz abstrakt: Wer sitzt an deinem Tisch? Taktiker oder Dramaqueen, Rechtsanwältin oder Grafikdesigner, Vater oder Tochter – keine Namen sondern Typen.

  • Diplomat, Revolutionär, Actionheld, Pyromane, Stumme Zuhörer, Intelligenzbestie, Katzenlady, IT-ler, Beamte, Hilfsbereite Nachbar, Pläneschmieder, Chaot, Rapper, Fotograf

4. Auch abseits des Spieltisches sind Spieler Menschen und oft auch Freunde. Was hat dich im echten Leben am meisten an den Mitspielern beeindruckt?

Ich finde es interessant, wie aus verschiedenen Leuten mit unterschiedlichen Ideologien, Weltanschauungen und Gedanken, durch ein gemeinsames Hobby eine Gruppe aus guten Bekannten und auch Freunden geworden ist.

5. Welche Aktion deiner (Mit-)Spieler am Tisch ist für dich die großartigste, unvergesslichste, bereicherndste, albernste, unerwarteste gewesen, die du je erlebt hast?

Da jetzt explizit eine herauszupicken wird schwer. Von daher nur ein paar Beispiele.

  • siehe erste Frage
  • Der Kleriker der endlich seine lang ersehnte magische Waffe erhalten hatte, nur um sie einen Kampf später zerstört zu bekommen
  • Der Waldläufer der einen Abend lang mit seinem Langschwert herumwarf anstatt damit zu schlagen
  • Der missglückte Einstieg in das BTL-Geschäft mit der Yakuza im RRP
  • Die Verfolgung eines Doppelgängers, welche in einer wilden Schießerei mitten in einem Yakuza Restaurant führte
  • Der Scharfschütze der während einer Diskussion mit Straßenschlägern dem Wortführer einfach den Kopf wegschießt

1W100 Random Blog Encounters – April

Am Ende des letzten Jahres hat Sorben von Gelbe Zeichen mit seinem Beitrag 1W100 – Random Blog Encounters, 100 beliebige Fragen zum Thema Bloggen und Rollenspiel zusammengefasst. Hier die nächsten acht zufälligen Fragen für den April.

01 – Feste, Feiertage und Gesellschaft. Verknüpfst du Rollenspielabende mit Festen? Geburtstagsparty in Golarion oder Halloween mit Cthulhu? Und wenn ja, wie sieht das aus? Passende Abenteuer oder gechillt mit Snacks und Getränken (mehr oder andere als sonst?)

Nein, bisher habe ich einen P&P-Abend nicht mit einem Feiertag verknüpft. Es gab bisher mal thematisches Essen zu Halloween letztes Jahr, aber kein thematisch damit verbundenes System oder Abenteuer.

05 – Spielst du am Tisch oder über den PC? Worin bestehen für dich die Unterschiede? Was magst du lieber? Streamst du?

Ich hatte bisher die Möglichkeit beides auszuprobieren. Der größte Unterschied ist ganz klar die räumliche Trennung und Entfernung zueinander. Bei einer Tischrunde fällt es halt schwer mal mit Leuten am anderen Ende der Erde zusammen zu spielen. Während ich bei Tischrunden die Interaktion mit meinen Mitspielern klar besser finde.

39 – Hattest Du schon einmal Phasen, in denen du keine Lust aufs Spielen hattest?

Ja hatte ich, aber sehr lange hielten sie meist nie an.

51 – Wie stehst du zu EP für gutes Rollenspiel etc.?

Benutze ich nie und finde ich überflüssig.

54 – Kampagnen, Einzelabenteuer oder eine lose Reihe von Abenteuern? Was begeistert dich am meisten?

Ich mag es, wenn ein gewisser roter Faden durch die Geschichte geht. Dieser muss vielleicht nicht sofort erkennbar sein, aber hält mich mehr bei Laune. Also würde ich schon eher in Richtung Kampagne gehen, welche nicht unbedingt Jahre gehen muss.

60 – Deutsch, englisch oder… ? In welcher Sprache sollte dein Grundregelwerk sein? Ist englisch in Ordnung? Welches Spiel würdest du gerne übersetzt sehen?

Wenn es geht, dann besorge ich mir das GRW in deutsch. In der eigenen Muttersprache ist es doch manchmal einfacher einige Zusammenhänge zu verstehen. Ich habe grundsätzlich aber auch kein Problem mit Englisch. Vor einiger Zeit hätte ich D&D Next gesagt, aber das gibt es ja mittlerweile auch in Deutsch. Dann würden mir The Void oder Battletech einfallen.

72 – Rollenspiel ist doch nicht nur fun, oder? Was macht dir wenig bis gar keinen Spaß am Hobby?

  • unnötige Regeldiskussionen
  • Intolerante Spieler, die ihren Spielstil als Nonplusultra sehen und daneben nichts anderes akzeptieren, oder schwer akzeptieren können

77 – Dein erster Charakter?

Caranthir „Wrath“ Nólatári – Ein sozialer Adept mit Zweitfokus auf Feuerwaffen (SR 4)

Die Arkologie – Teil 9.1: Das Flugfeld

©Bogdan-MRK, deviantart

Im Kapitel 9 wurde die Arkologie als Ganzes vorgestellt. Im Laufe der nächsten Kapitel möchte ich mich den einzelnen Teilbereichen der Arkologie widmen und etwas weiter ausleuchten.

Arkologie_Bereiche

Abb 1. Arkologie mit den verschiedenen Bereichen

 

Das Flugfeld

In Abbildung 1 durch den roten Bereich dargestellt, kann man das Flugfeld an sich noch mal unterteilen. Der erste Bereich ist für das Konzernmilitär reserviert. Dies umfasst die zwei kleinen Start-/Landebahnen und ihre angrenzenden Hangars und ein Wohngebäude für die Piloten und das Personal. Dieser Bereich ist nur für autorisiertes Personal zugänglich. Das Wohngebäude ist an das unterirdische Transport- und Versorgungssystem angeschlossen.

Eine mögliche Ausrüstung wären hier zum einen Kampfflugzeuge, Drohnen und auch Senkrechtstarter. Mit Drohnen meine ich nicht die normalen Kampfdrohnen wie der Rotordrohne, sondern der militärischen Version wie zum Beispiel der IAI Heron, oder der RQ-1 Predator. Da es im Moment an Quellen für Mil Spec in Shadowrun 5 hapert, würde ich mich hier an ein paar Quellen aus SR 4 bedienen und diese gegebenfalls konvertieren, oder als Vorlage nutzen. Mögliche Quellen wären beispielsweise Euro War Antiques, Mil Spec Tech, Mil Spec Tech 2 und Vertraute Drohnen.

flugfeld

Abb. 2: Im Vordergrund befinden sich der Wohnkomplex und die Hangars, mit ihren Start- und Landebahnen, für das Konzernmilitär

Der zweite Bereich umfasst den Haupthangar, das Terminal inklusive Tower, den Start- und Landebereich für Senkrechtstarter und die Hangars für Senkrechtstarter. Genau wie der Wohnkomplex, hat das Terminal Anschluss an das unterirdische Transport- und Versorgungssystem. Eine U-Bahn führt von hier direkt zur mittleren Arkologie, von wo aus weitere Bahnen in andere Bereiche zur Verfügung stehen.

Dieser Bereich ist eher für den zivilen Gebrauch. Es können Flüge zur und von der Arkologie aus stattfinden. Es wird weniger ein permanent laufender Flugzeugverkehr sein, als das nur punktuell Flieger von hier starten, oder hier landen. Das trifft genauso auf den Transport von Waren zu, die per Flugzeug, oder Senkrechtstarter transportiert werden können. Der Flugverkehr per Senkrechtstarter könnte schon eher regelmäßig stattfinden, da einige größere Sprawls in gut erreichbarer Entfernung liegen, wie etwa Assuan, Kairo, Jerusalem, Medina, Mekka, oder Khartum. Die Größe des Haupthangars lässt natürlich auch die Möglichkeit zu, das hier Platz für Privatflugzeuge zur Verfügung steht. Zum Beispiel für einen Krisenfall, indem wichtige Personen schnell ausgeflogen werden müssen/können.

flugfeld_3

Abb. 3: Auf der rechten Seite befindet sich der Haupthangar und das Terminal inklusive Tower. Auf der linken Seite sind die acht Landeplätze und Hangars für Senkrechtstarter und ein kleines Bürogebäude.

Zahlen

Um das Ganze mal mit Zahlenmaterial zu füllen, hier ein paar möglich Werte für einige der Gebäude. Manche scheinen im nachhinein etwas überdimensioniert, aber können gerne frei verändert werden.

Militärischer Bereich:

  • Wohnkomplex: 30m x 30m x 25m
  • Hangar: 20m x 34m x 12m
  • Startbahn: 1.000m x 30m

Öffentlicher Bereich:

  • Terminal & Tower: 45m x 250m x 18m (Tower: 80m)
  • Hangar: 170m x 275m x 50m
  • Startbahn: 2.740m x 185m
  • Hangar Senkrechtstarter: 60m x 215m x 30m
  • Start-/Landefläche Senkrechtstarter: 310m x 210m
  • Büros: 215m x 32m x 30m

RPG-Blog-O-Quest #31: Zu den Waffen

Ein neuer Monat und wieder einmal neue Fragen für den Blog-Quest. Dieses mal kommen die Fragen von runway61 zum Thema „Schwerter und Kanonen„.

Warmup

a. Welches Regelwerk spielst du am liebsten / am häufigsten?

– Shadowrun 5. Edition

b. Beschäftigst du dich auch sportlich mit Waffen? Zum Beispiel Bogenschießen, Kendo oder bist du Sportschütze?

– Nö

Die Fragen

1. In DnD unterscheiden sich die einzelnen Waffen fast nur durch ihren Schadenswürfel, in Splittermond hat eine Waffe mehr Stats als Charaktere in anderen Systemen. Shadowrun hat ganze Waffenbücher während es in Fate Core kaum einen Unterschied macht, ob man mit Fäusten, Schwertern oder schweren Maschinengewehren kämpft. Wie wichtig sind dir viele verschiedene Waffen? Wie lange ist die ideale Waffenliste?

Wenn Waffen, dann hätte ich gerne auch eine Auswahl. Die Frage ist immer wie sehr das Ganze am Ende ausartet. Das GRW von Shadowrun liefert pro Waffengattung eine kleine Auswahl, die für den Anfang recht brauchbar ist. Dazu kommt dann das Quellenbuch „Kreuzfeuer“ und dann habe ich alles was ich brauche. Das müssten dann so großzügig geschätzt 10 DIN A4 Seiten mit Tabellen sein.

2. Die Artussage wäre nicht komplett ohne das Schwert Excalibur. Hat in deiner Rollenspielerfahrung schon mal eine Waffe eine ganz zentrale Rolle gespielt?

Ich hatte zu SR4 Zeiten mal mehrere Abende eine kleine Kampagne gespielt, in der es darum ging eine Bombe unter dem RRP zu finden und zu entschärfen.

3. Dein Wüstenkrieger ist fertig erstellt, fehlt nur noch die Ausrüstung. Ikonisch wäre als Waffe natürlich ein Krummsäbel, aber die Wikingeraxt macht viel mehr Schaden! Wie sehr gerätst du in Versuchung?

Gar nicht. Wenn mein Charakter darauf konzipiert ist, dann bekommt er auch seinen Krummsäbel.

4. Feuerwaffen in Fantasy/Fäntelalter-Settings finde ich ein schwieriges Thema weil diese Waffengattung einfach ins Setting passen muss. Und hier findet man eine Menge Pro und Contra und Für- und Gegensprecher. Im Grunde ist ja jeder in seinem Setting flexibel und kann so etwas wie Feuerwaffen weglassen.

Spontan fallen mir jetzt aber nicht all zu viele Fantasy-Settings ein in denen das möglich ist. In Pathfinder gibt es zum Beispiel die Möglichkeit mit Feuer- und Laserwaffen zu spielen. Auch Myranor bietet Feuerwaffen, auf dem Stand des 15. Jh. Grundsätzlich abgeneigt bin ich nicht, aber für mich müssen Feuerwaffen einfach in das Setting passen um auch eine Daseinsberechtigung zu haben.

5. Egal ob Bogen oder Sturmgewehr: wie haltet ihr es in euren Runden mit der Munition? Wird der Verbrauch nachgehalten? Muss neue Munition gekauft / gebaut / gelootet werden?

Zum Einstieg mit Anfängern erstmal ohne die zusätzlichen Regeln zur Munition. Je mehr die Spieler mit den Regeln vertraut sind, dann wird das auch mit integriert. Das bringt ein weiteres taktisches Element ins Spiel.

Bonusfrage: Die ungewöhnlichste Waffe, mit der einer meiner (N)SCs je einen Gegner überwältigt hat, war…

Die gute alte Topfpflanze in Shadowrun 4. Edition und ja es gab dafür Werte.

1W100 Random Blog Encounters – März

Am Ende des letzten Jahres hat Sorben von Gelbe Zeichen mit seinem Beitrag 1W100 – Random Blog Encounters, 100 beliebige Fragen zum Thema Bloggen und Rollenspiel zusammengefasst. Hier die nächsten acht zufälligen Fragen für den März.

02 – Wie und mit welchem System hast du angefangen? Eine Standardfrage aber kennst du noch den Namen deines ersten Helden oder des ersten Abenteuers oder kannst dich an den Inhalt erinnern?

Meine Einstiegsdroge war Shadowrun 4. Wir hatten damals eine Runde mit einigen Arbeitskollegen gebildet. Mein erster Charakter war Caranthir „Wrath“ Nólatári, ein sozialer Adept mit Zweitfokus auf Feuerwaffen. Ich weiß nur noch das der erste Run ein recht einfaches Abenteuer war, so das sich alle Leute mit dem System vertraut machen konnten. Was genau wir damals gemacht haben weiß ich allerdings nicht mehr.

10 – Was für ein Spielertyp bist du?

– Aufgeschlossen und Interessiert
– Experiementierfreudig

30 – Essen am Spieltisch?

Klar.

33 – Hast du schon einmal einen Charakter gespielt, der ein anderes Geschlecht als deines besaß?

Ja.

65 – Gesinnungscheck: Du findest einen Gegenstand, der verdammt wertvoll ist, behältst du ihn und kaufst dir davon ein Rüstungsteil/Zauber etc. welchen du schon lange haben wolltest oder teilst du den Verkaufserlös mit der Gruppe? Wie sehe es aus, wenn es zu deiner Rolle passen würde?

Da für mich die Gruppe an erster Stelle steht, würde ich den Gegenstand verkaufen und entsprechend den Erlös auf die Mitglieder aufteilen. Spiele ich allerdings einen Charakter der den Sachverhalt etwas anders sieht, dann zieh ich das auch so durch. Mein Gegenstand, mein Geld, denn schließlich habe ich ihn auch gefunden und sich sonst keiner darum bemüht.

83 – Zufallsbegegnungen ja/nein? Wie siehst du das als Spieler? Gibt es Zufälle für dich als Leiter?

Wenn es nach mir geht dann nein. Ich finde, das das Nutzen von Zufallsbegegnungen ein Abenteuer unnötig in die Länge zieht.

Als Spieler habe ich keine Probleme damit, falls der SL auf soetwas zurückgreift. Teilweise ist es ja auch Bestandteil von Abenteuern, wenn ich mich da an die Pathfinder-Kampagne Königmacher erinnere.

Für mich als SL gibt es auf jedenfall Zufälle. Denn alles was meine Spieler machen ist ja zufällig. Egal wie weit man plant, oder um die Ecke denkt, die Spieler kommen immer noch auf Ideen an die man nicht gedacht hat.

84 – Betreibst du auch einen anderen Blog? Worum geht es da? Würdest du einen anderen Blog betreiben wollen?

Nein, „Aus den Schatten“ ist mein einziger Blog.

Wenn ich nochmal einen anderen Blog aufsetzen wollen würde, dann vielleicht zum Thema Programmierung. Ob ich das wirklich umsetze, steht auf einem anderen Blatt Papier, da dann schon zwei Blogs mit Beiträgen versorgt werden wollen, wozu ich manchmal schon hier wenig Zeit habe.

87 – Wie sollte ein Blog sein? Wie ein Artikel? Lang, kurz?

Ich persönlich mag meist einen strukturierten und schlichten Blog wo man sich schnell zurecht findet und auch schnell an die Informationen kommt. Bei Artikeln sieht es ganz ähnlich aus. Sie sollten zumindest strukturiert sein und wenn möglich nicht ein gesamter Blocktext (bei längeren Artikeln). Die Länge von Artikeln ist mir ziemlich egal. Wenn es etwas ist, was mich interessiert, dann lese ich es. Ansonsten präferiert hier sicher jede/r Blogger/in etwas anderes.

RSP-Karneval: Einstieg als Spielleiter

Der Karneval in diesem Monat richtet sich an die neuen Spielleiter. An Leute die mit dem Hobby Pen&Paper starten möchten und sich als Leiter einer Runde versuchen möchten. Doch was heißt es Spielleiter zu sein? Was sollte man beachten? Was sollte man „können“? Was sollte man vermeiden? Diesen Fragen geht neueabenteuer nach und versucht damit ein kleines Kompendium mit Tipps & Tricks für Spielleiter-Neulinge aufzubauen.

Qual der Wahl

Die erste wichtige Hürde die man überwinden muss, ist die Wahl des Systems. Damit einhergehend geben euch manche Systeme auch einen grob umrissenes Setting, also einen Rahmen für die Welt, mit an die Hand, welches ihr nutzen könnt. Entweder habt ihr hier etwas gesehen, zum Beispiel ein LP, oder etwas gelesen, zum Beispiel eine Rezension, was euch bereits diese Entscheidung abgenommen hat, oder ihr sucht noch nach etwas passendem für euch. Seit ihr noch auf der Suche nach dem passenden, dann hat man auch hier eine breite Masse aus der man wählen kann.

Stellt euch dabei folgende Frage: Was für ein Setting möchte ich/die Gruppe haben?

  • Fantasy: Pathfinder, Das schwarze Auge (DSA), Dungeons&Dragons (D&D), Splittermond, 7te See, Numenera, Arcane Codex, Dragon Age, etc.
  • Horror: Cthulhu, Vampire – Die Maskerade (VtM), Werewolf – Die Apokalypse, Wechselbalg – Der Traum, Magus – Die Erleuchtung, Jäger – Die Vergeltung, The Void, The Deadly Seven, etc.
  • Sci-Fi: Starfinder, Star Trek, Conctact, Battletech, Space Gothic, Cosmic Patrol, Stars without Numbers, etc.
  • Cyberpunk: Shadowrun (SR), Cyberpunk 2020, etc.

Die Liste ist natürlich weit davon entfernt komplett zu sein und bietet nur ein paar Beispiele für ein mögliches Setting. Die Frage nach dem Setting ist vielleicht keine einfache, aber bestimmt zumindest grob die Richtung in die es später gehen soll.

Tipp:

Such dir ruhig zu Beginn eines der populären Settings aus (Bsp. DSA, D&D, SR, Cthulhu, Pathfinder, VtM), denn du wirst hier bereits eine große Fangemeinde finden die dir weiterhelfen kann.

Grundregelwerk vs. Schnellstarter

Du hast dich für ein Setting entschieden. Als nächstes brauchst du die Regeln. Einige Settings bieten hier die Auswahl zwischen einem Grundregelwerk (GRW) und einem so genannten Schnellstarter.

Der Vorteil eines Schnellstarters ist, das es meistens günstiger, oder sogar kostenlos ist und ihr manchmal auch ein Einstiegsabenteuer dabei habt. Es gibt euch einen schnellen Einblick in das jeweilige Setting. Der Nachteil daran ist, das die Regeln wirklich nur oberflächlich erklärt werden und ihr nicht den Umfang habt, wie es im GRW der Fall wäre.

Der Vorteil eines GRW ist, das ihr das alles Nötige bekommt um das Spiel zu spielen/leiten und das in einer detaillierteren Form als im Schnellstarter. Der Nachteil ist, ihr gebt etwas mehr Geld aus, als für einen Schnellstarter.

Ich persönlich finde Schnellstarter wegen ihrer Oberflächlichkeit nicht so gut und bevorzuge das GRW. Sei dies nun als Hardcover, Softcover oder einfach nur als PDF. Bei einigen Settings hat man eine Auswahl.

Tipp:

Hast du dich für ein Setting entschieden, lass dich nicht von der großen Menge an Zusatzbänden einschüchtern. Gerade die namhaften und etablierten Settings haben eine Vielzahl von Quellen- und Zusatzbänden, die Regelerweiterungen, Zusatzmaterial und Hintergrundinformationen beinhalten. Besorge dir das GRW/Schnellstarter und lerne das Spiel damit erstmal kennen.

Der erste Einblick

Du hast nun dein GRW erstanden und nun steht erstmal das Lesen an. Man muss danach nicht jede kleine Regel auswendig kennen. Aber die gängigsten und allgemeinen Regeln sollte man wissen.

Wenn ich mich hier auf Shadowrun beziehe, dann solltest du wissen wie Initiative, Initiativeablauf, Fertigkeitsproben und Kampf (Normal, Astral, Matrix) funktionieren. Du musst jetzt aber nicht genau wissen welchen Malus ein Spieler bekommt, wenn er in einer dunklen nebligen Nacht auf einen 70m entfernten Wachmann gezielt ins Knie mit seiner Ares Predator V schießt. Das sind spezifische Dinge die man situationsabhängig nachschlagen kann.

Auf den zweiten Blick

Du hast dir alles einmal durchgelesen und nun kann man das Gelesene auch mal in die Tat umsetzen. Mir persönlich hat es immer geholfen mit der Charaktererschaffung herumzuspielen und mal verschiedene Charaktere mit verschiedenen Ansätzen zu erschaffen. Bei Shadowrun 5 bekommt man so auch ein gutes Gefühl für das Prioritätensystem, das bei der Erschaffung zum tragen kommt (im GRW). Zum anderen kannst du so deine Mitspieler besser unterstützen, wenn sie ihre Spielercharaktere (SC) für das Spiel erschaffen.

Ein weiteres gutes Hilfsmittel für den Anfang sind die so genannten Cheat Sheets. Das hat in diesem Fall nichts mit Schummeln zu tun, sondern beschreibt kurz den Ablauf von Aktionen wie Nahkampf, Fernkampf oder das Wirken von Magie. Schreibe dir also kurz zusammen wie die jeweilige Aktion ablaufen und du kannst diese jederzeit später nutzen und musst nicht im GRW nachschlagen. Ein weiterer Vorteil ist, dass du diese Kurzzusammenfassung/en auch deinen Spielern zur Verfügung stellen könnt. Im Fall von Shadowrun kannst du diese auch online im Pegasus-Forum bekommen.

Vorbereitung für die erste Sitzung

Du hast nun soweit die Basics drauf, hast dir ein paar Notizen gemacht und vielleicht wichtige Stellen im GRW markiert. Jetzt ist die Frage, wie sieht der erste Abend aus und was wird gemacht. Leitest du ein gekauftes Abenteuer, ein Abenteuer welches du im Internet gefunden hast, oder möchtest du etwas eigenes auf die Beine stellen.

Wenn du eine gekauftes Abenteuer leitest, dann lies es dir durch und mach dir entsprechend Notizen. Wenn es um Nicht-Spielercharaktere (NSCs) geht, hast du hier den Vorteil das diese mitgeliefert werden. Das heißt du musst dir hier keine extra erschaffen.

Wenn du ein Abenteuer leiten möchtest welches du im Internet gefunden hast, dann lies es dir durch und mach dir Notizen. Gerade bei solchen Abenteuern kommt es darauf an, wie detailliert der Autor dieses geschrieben hat. Wenn du Glück hast, dann findest du auch hier alles was du brauchst. Es kann aber auch sein, das dir zum Beispiel die NSC’s fehlen. Dann musst du natürlich noch NSC’s für das Abenteuer erschaffen.

Wenn du ein eigenes Abenteuer leiten möchtest, dann musst du dieses natürlich komplett vorbereiten. Hierzu solltest du dir ein paar Fragen stellen, die du für die Ausarbeitung brauchen könntest:

  • Was ist die Ausgangssituation? Was ist also der Status quo in dem die Spieler agieren bzw. beginnen.
  • Was ist der Aufhänger für das Abenteuer, bzw. was sollen die Spieler machen? Was ist die Motivation für die Spieler, das Abenteuer zu beginnen? Gibt es vielleicht einen NSC der die Spieler um etwas bittet, oder beauftragt.
  • Wie läuft das Abenteuer ab, bzw. wie entwickelt sich das Abenteuer? Gibt es verschiedene Szenen/Schauplätze die die Spieler anlaufen müssen/können.
  • Was für NSC’s brauchst du für das Abenteuer? Welche wichtigen NSC’s brauchst du um das Abenteuer voran zu bringen. Zum Beispiel einen Auftraggeber, oder Gegenspieler. Was sind die Motive der wichtigen NSC’s? Was für andere NSC’s brauchst du? Zum Beispiel die Palastwache, oder eine Gruppe Kobolde.

Die erste Spielsitzung

Du bist nun gut vorbereitet, also musst du keine Angst vor der ersten Spielsitzung haben. Ein wichtiger Merksatz für einen Spielleiter ist: Es kommt alles anders, als man denkt. Was meine ich damit. Deine Mitspieler werden in der Regel immer Lösungsansätze finden, an die du nicht mal ansatzweise gedacht hast. Du kannst noch so viele verschiedene Szenarien durchgehen, an irgend etwas hast du mit Sicherheit nicht gedacht. Und das finde ich mit einer der interessantesten Punkte beim spielen.

Versuche nicht auf alles irgend welche Proben würfeln zu lassen. Ich setze Proben meistens dann ein, wenn ein Spieler wirklich etwas versucht, was man mal nicht so eben schaffen kann. Vielleicht weil eine Aktion gerade schwer ist, oder besonders ungewöhnlich. Bei vielen „normalen“ Dingen lasse ich die Spieler einfach das schaffen was sie gerade vorhaben. Würfelproben können manchmal auch den Spielfluss stören, wenn man sie zu häufig einsetzt. Setze sie also gezielt ein.

Gib deinen Spielern ruhig ihre Freiheiten. Sollte einer deiner Spieler mit einer ungewöhnlichen Idee um die Ecke kommen, dann lass ihn diese ruhig versuchen umzusetzen. Das erfordert dann von dir etwas Improvisation, aber dem Spieler gibt es das Gefühl, dass er wirklich etwas machen kann und nicht reglementiert ist.

Diese Freiheiten kommen natürlich auch mal zu dem Punkt, wo ein Spieler etwas versucht, was nicht in den Regeln beschrieben wird. Du kannst dich natürlich an die Regeln halten und sagen das die jeweilige Aktion nicht geht, weil sie nicht in den Regeln festgehalten ist. Aber meiner Meinung nach wäre es besser hier eine Lösung zu finden die vielleicht eine passende Probe nach sich zieht, oder man lässt den Spieler diese einfach so schaffen. Bei der Probe kann man zum Beispiel Fähigkeiten nutzen die ungefähr was mit dem zu tun haben, was der Spieler gerade probiert, oder man nimmt zum Beispiel eine Attributsprobe, beispielsweise Stärke x 2 oder Charisma + Weisheit.

Ein wichtiger Punkt der mir noch einfällt, du und deine Gruppe ihr spielt das Spiel um gemeinsam Spaß zu haben. Um gemeinsam auf eine lange Reise zu gehen, Abenteuer zu erleben und Erfahrungen zu sammeln. Es heißt bei Pen&Paper nicht „Du vs. deine Mitspieler“. Du sitzt dabei eindeutig am längeren Hebel, aber das sollte meiner Meinung nach nie darin aufgehen, dass du versuchst durch unfaire und unmögliche Aufgaben, oder Gegner deine Mitspieler zu töten. So wird es auf Dauer keiner Seite gefallen und deine Runde wird sich schnell auflösen.

Abschluss

Vielleicht hast du ein paar Ideen für dich mitnehmen können. Dann bleibt mir nur zu sagen: Viel Spaß beim spielen und willkommen in der Welt der Spielleiter.

RPG-Blog-O-Quest #30: Abenteuer

Ein neuer Monat und wieder einmal neue Fragen für den Blog-Quest. Dieses mal kommen die Fragen von jaegers.net zum Thema „Abenteuer„.

Warmup

mein letzter Charakter: Maxwell O’Donell
mein letztes Abenteuer: Arkham vor einem „Totenbeschwörer“ schützen/retten
mein letztes System: Cthulhu 7.Edition (in der neueste Edition, wenn es nicht 7 ist dann richtige Nummer einfügen 😉 )

Die Fragen

1. Ich empfinde 4-8 Stunden als ideale Dauer für ein One-Shot Abenteuer, bzw. eine einzelne Spielrunde, weil das zum einen eine Zeitspanne ist, in der ich aufnahmefähig bin und zum anderen man auch die ein oder andere Pause machen kann, ohne deswegen extra die Runde unnötig in die Länge zu ziehen.

Bei einem One-Shot sind für mich 4 Stunden optimal. Das hängt natürlich stark von dem Abenteuer ab und was darin so vorgesehen ist. Für eine normale/regelmäßige Spielsitzung denke ich das 6-8 Stunden in einem guten Bereich liegen. Längere Sitzungen gehen natürlich auch, aber dann eher mit Pausen in denen man „runterkommen“ kann.

2. Ich wünsche mir ein Abenteuer in dem Aliens, Zombies und sonstige Monster vorkommen, denn das klingt nach einer ziemlich wilden Mischung.

Keine Ahnung, bin im Moment eher wunschlos was Abenteuer angeht.

3. Welchen (eher unbekannten) Film möchtest Du gerne einmal als Abenteuer nachspielen, bzw. in ein Abenteuer verwursten und warum? Hast Du das vielleicht sogar schon gemacht und wie waren dann die Erfahrungen damit?

Ich glaube ich würde mir Princess heraussuchen und als Abenteuer umschreiben. Der Film verarbeitet verschiedene Themen rund um den Tod einer geliebten Person und daraus entstehenden Konsequenzen. Es wäre ideal für einen Spielern, vielleicht auch 2 Spieler, je nachdem wie man die Personen aufteilt. Es dreht sich hierbei um die Aufklärung eines Todes, das/die moralische Versagen/Ausrichtung der Protagonisten und der Frage „Wie weit würdest du gehen?“. Allerdings würde ich hier etwas ins Detail gehen, wo der Film an manchen Stellen leider etwas schwach unterwegs ist.

4. Der Einstieg in ein Abenteuer ist oftmals recht abgegriffen (die Erbschaft des unbekannten Stiefonkels schwiegermütterlicherseits …). Wie sah der beste Einstieg in ein Abenteuer aus, den Du (mit-)gemacht hast?

Mein Charakter wachte morgens auf, aber nicht wie üblich in seiner Mittelschicht Wohnung, sondern in einem luxuriösen Apartment. Nach geraumer Zeit stellte sich heraus das er Ministerpräsident vom Rhein-Ruhr-Megaplex ist und an diesem Tag ein wichtiges Meeting mit Lofwyr anstand.

5. Wenn es einen Publikumspreis für ein Abenteuer gäbe, gäbe ich meine Stimme für Was Ewig liegt von Ulisses, denn es war in letzter Zeit definitiv das Beste Abenteuer (eigentlich Kampagnenband) welches ich gelesen habe und es vermischt Pathfinder mit dem Cthulhu-Mythos.

Bonusfrage: Welches System möchtest Du unbedingt in diesem Jahr einmal auf einer Convention ausprobieren, bzw. wäre vielleicht sogar den Besuch einer Convention wert? (Und uns interessiert natürlich auch eine Begründung dazu!)

Wenn ich mich nicht vorher darüber informieren würden, dann mit Sicherheit Pathfinder 2.Edition. Denn ich bin sehr gespannt auf die Neuerungen und wie sich das Ganze natürlich auch im Vergleich zu D&D 5 und der vorherigen ersten Edition schlägt.

10 Dinge zum Zehnten – Konzerne III

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Ein neuer Monat und damit ein neuer Beitrag für „10 Dinge zum Zehnten“. Dieses Mal gibt es 10 neue Konzerne die man in Shadowrun integrieren kann, wenn man möchte.

  1. Fantasy Sound – Ein Musiklabel, welches sich die Dienste von einigen wenigen bekannten Musikern sichern konnte und qualitativ gute Alben auf den Markt bringt. Neben dem Vertrieb der Künstler ist der Verkauf von Live-Aufzeichnung als BTL-Chips eine weitere Einkommensquelle.
  2. Sport Deluxe – Eine Vertriebsgesellschaft für VoD Sportereignisse, die ihre Produkte auch als BTL’s auf dem Markt verkauft.
  3. Zic – Eine Manufaktur für handgemachte Zigarren die dabei ist seine Produkte global zu vertreiben. Der Sitz des Unternehmens ist in Havanna (Karibische Liga).
  4. Cloudkicker – Der Konzern hat seinen Sitz Lissabon und ist als Chartergesellschaft groß geworden. Zum Angebot gehören Flugzeuge und Schiffe von exklusiver bis genügender Qualität die verliehen werden.
  5. StarMedia GmbH – Auf den TV und Trideo Kanälen in der ADL laufen Produktionen dieses TV und Filmproduktionsunternehmens. Neben den Eigenproduktionen kümmert man sich um die Künstler die unter Vertrag stehen, plant Konzerte, Festivals und Live-Auftritte und kümmert sich um die Vermarktung und Rechteverwertung seiner Künstler. Das Unternehmen ist im Rhein-Ruhr-Megaplex zu Hause.
  6. Calidum Frigus Inc. – Von der Planung, über die Installation und der Wartung von Heiz- und Kühlsystemen bedient das Unternehmen verschiedene Wünsche seiner Klienten weltweit. Das Unternehmen kommt ursprünglich aus Turin (Italienische Konföderation) und hat weltweite Niederlassungen in den wichtigsten Industriestädten.
  7. Atliam Group – Das Hauptbeschäftigungsfeld des Unternehmens liegt in der Forschung, Entwicklung und Produktion von Föder- und Lagertechniken. Innerhalb der Konzerngruppe gibt es weitere Unternehmen die sich mit der Installation und Wartung der eigenen Produkte beschäftigen. Die Konzernzentrale befindet sich in Wien (Österreich).
  8. Ortega Holding – Groß geworden ist das Unternehmen in den Branchen Chemi und Chemietechnik. In jüngster Vergangenheit konnte eine Ausschreibung gewonnen werden, in der es darum geht, einen neuen Kampfstoff für Polizeikräfte zu entwickeln.
  9. MA Mobility Services – Ein Logistikunternehmen aus Hongkong das für viele Kunden im asiatischen und ozeanischen Raum Logistikdienstleistungen erfüllt.
  10. Red Line Ltd. – Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Forschung, Entwicklung und Produktion im Bereich der Lasertechnik. Von Lichtschranken über medizinische Geräte, Messgeräte und Waffen wird ein breites Feld an Endgeräten zur Verfügung gestellt.

1W100 Random Blog Encounters – Februar

Am Ende des letzten Jahres hat Sorben von Gelbe Zeichen mit seinem Beitrag 1W100 – Random Blog Encounters, 100 beliebige Fragen zum Thema Bloggen und Rollenspiel zusammengefasst. Hier die nächsten acht zufälligen Fragen für den Februar.

07 – Worauf kommt es dir am meisten bei einem Abenteuer an? Schnetzeln oder schwatzen?

Das hängt stark von meiner Laune ab. Es gibt Tage an denen will ich einfach nur alles umhauen was geht, aber es gibt auch Tage an denen freue ich mich eher auf eine gut erzählte Geschichte. Im Großen und Ganzen macht für mich aber die Mischung aus beiden das Spiel erst interessant.

14 – Du hast ein Sabbatjahr bekommen. Was machst/spielst du? Besuchst du Messen? Schreibst du dein eigenes System?

Ich glaube ich würde die beiden Kampagnenideen für Shadowrun komplett ausarbeiten und zu Papier bringen, die mir im Kopf rumgeistern. Was das Spielen angeht, da würde ich mich nach Onlinerunden umgucken und so viele wie möglich mitnehmen.

20 – Wenn du eine gute Idee hast, entweder als Spielleiter oder als Spieler und die anderen Spieler gehen in eine ganz andere Richtung, versuchst du indirekt die Gruppe auf deinen Weg zu ziehen oder nimmst du es hin? Und wenn es öfter passiert?

Eine Idee in Bezug auf was? Hier fehlt mir irgendwas in der Frage.

Als Spielleiter mache ich eh was ich will. Da kann ich ja nur sehen wie meine Spieler auf Gegebenheiten reagieren bzw mit was sie für Ideen bei einer Problemlösung um die Ecke kommen. In einer Diskussion unter Spielleitern finde ich es immer toll das man sich über Ideen austauschen kann und auch mal andere Meinungen dazu hört und Erfahrungen austauschen kann.

Wenn ich als Spieler eine gute Idee für einen Lösungsansatz habe, dann stelle ich diesen den anderen Spielern vor und dann kann man das Ganze in der Gruppe diskutieren. Ob die Idee in die Tat umgesetzt wird, ist für mich erstmal zweitrangig. Für mich zeigt sowas, das ich mir als Spieler Gedanken mache und mich nicht einfach nur berieseln lasse.

40 – Du hättest die Möglichkeit die Rollenspielszene zu revolutionieren. Was würdest du tun?

Die Scheuklappen und Engstirnigkeit einiger Leute entfernen und ihnen dafür etwas Offenheit und Verständnis für neue/andere Systeme, Ideen und Auslegung von Regelfragen schenken.

48 – Was machst du bei einer neuen Version?

Mir das Produkt besorgen, lesen und natürlich auch mit der Vorgängerversion vergleichen. Im Anschluss habe ich mir dann meine Meinung darüber gebildet und kann für mich entscheiden, ob sich ein Umstieg auf die neue Version lohnt.

58 – Welche Blogs oder Podcasts konsumierst du?

Diese Frage, oder eine ähnliche gab es glaube ich schon mal in einem Blog-O-Quest. Ich verfolge keine bestimmten Blogs haargenau, sondern lese gerne kreuz und quer über alle möglichen Themen. Podcasts höre und verfolge ich nur sehr sporadisch. Und wenn dann sind das meistens englischsprachige, wie der Arcology Podcast.

89 – Die berühmte einsame Insel: 5 Dinge und drei weitere Personen darfst du mitnehmen, welche wären das? (Alle Personen sind erlaubt)

Dinge

  • Schweizer Taschenmesser
  • Duct Tape
  • Medizin
  • Sonnenschutz
  • Wassertank, oder Angelhaken

Personen

  • MacGyver
  • Hideo Kojima/Peter Molyneux
  • Antonio Pigafetta

94 – Ein Spieler fällt für längere Zeit aus. Spielt der Rest der Gruppe das Abenteuer weiter? Wenn ja, übernimmt ein anderer Spieler den Charakter oder gar der Spielleiter? Oder erklärt man die Abwesenheit im Spiel? Und wie sieht es mit EP und Stufenunterschieden aus?

In Shadowrun haben ich es bisher immer so gehalten, das die nächsten Abenteuer auf die Gruppe angepasst sind und derjenige der nicht da ist, dann trotzdem Karma und Nuyen erhält, um eben nicht mit seinem Charakter zurück zu fallen. Wenn es wirklich innerhalb eines Abenteuers sein sollte, das ein Spieler ausfällt, dann würde ich als SL den Charakter übernehmen. Denn innerhalb eines Abenteuers, indem vielleicht schon alles geplant war, finde ich es eine blöde Situation für die anderen Spieler.